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Acht unbeschwerte Tage verbrachten jetzt 12 Schüler aus der serbischen Stadt Valjevo gemeinsam mit ihren beiden Deutschlehrerinnen Dušica Rajevac und Ivana Tešić in Pfaffenhofen. Wer heute die serbische Stadt Valjevo besucht, findet in vielen Einrichtungen, im Krankenhaus, den Schulen und Kindergärten Ausrüstungen, die im Rahmen humanitärer Hilfe nach dem Krieg 1999 aus Pfaffenhofen dorthin geliefert worden waren. Mit dieser Hilfe und ihrem Schüleraustauschprogramm bemühen sich die "Freunde von Valjevo" seit 1999 beharrlich, einen Beitrag für die Verständigung mit dem serbischen Volk zu leisten. Mittlerweile konnten 10 Gruppen mit insgesamt 180 Schülern aus Valjevo mit Hilfe des Schüleraustauschprogramms des Pfaffenhofener Vereins unser Land kennen lernen.
Es war auch dieses Mal ein abwechslungsreiches und interessantes Programm, das der Verein für die Schülergruppe aus Serbien zusammengestellt hatte. Es begann mit einem Besuch beim mittelalterlichen Herzogfest in Ingolstadt. Tagesausflüge mit Führungen und Museumsbesuchen in Rothenburg ob der Tauber, Nürnberg und München folgten. Die Schüler erhielten einen Einblick in unserer Schulsystem in der Pfaffenhofener Berufsschule, wo sie Direktor Förstl informierte und ihnen seine Schule vorstellte. Bei einer Werkführung bei AUDI konnte sie sich ein Bild von den Arbeitsprozessen in einer hochmodernen Fabrik machen. Einen faszinierenden Eindruck von den landschaftlichen Schönheiten unseres Landes bekamen sie bei einem Ausflug mit Schiffahrt auf dem Tegernsee. Das Abschiedsfest mit den Gastfamilien auf dem Bauernhof der Familie Weichenrieder und ein letzter Besuch des Münchener Altstadtringfestes anlässlich der 850 Jahresfeier der bayerischen Hauptstadt bildeten den gelungenen Abschluss der Woche.
Wie kann ein solches Programm gelingen? Den entscheidenden Anteil, darüber waren sich alle einig, hatten daran die Gastfamilien, die die Jugendlichen nicht nur liebevoll betreuten, sondern sich aktiv an der Gestaltung der Woche beteiligten. Bei ihnen allen bedanken sich die "Freunde von Valjevo" ganz herzlich. So übernahm es beispielsweise Frau Auer, ihnen München und seine Schönheiten vorzustellen, zeigte ihnen Helga Wagner, die frühere Kindergartenleiterin von Maria Rast den Tegernsee und organisierte die Familie der Schusterei Schwarzmeier gemeinsam mit der Familie Weichenrieder das Abschiedsfest. Solche Gastfreundschaft schafft bleibende Erinnerung und prägt. Ein gutes Beispiel dafür ist die junge Deutschlehrerin Ivana Tesic. Vor acht Jahren kam sie im Rahmen des Schüleraustauschprogramms der "Freunde von Valjevo" zum ersten Mal nach Pfaffenhofen. Anschließend beschloß sie, wie mittlerweile eine ganze Reihe anderer ehemaliger Teilnehmer an den Fahrten nach Pfaffenhofen, selbst Deutschlehrerin zu werden.
Wenn sich heute die Beziehungen zwischen Serbien und Deutschland deutlich verbessert und eine Zusammenarbeit im Rahmen der EU in baldiger Zukunft möglich erscheint, dann haben dazu auch die beharrlichen Bemühungen Pfaffenhofener Bürger ihren Beitrag geleistet. Darauf können sie zu Recht stolz sein.
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