Archiv nach Kategorien: Syrien

Gott steht uns bei; Versteht das, all ihr Nationen und fügt euch!

Die Patriarchen der christlichen Kirchen Syriens haben zum völkerrechtswidrigen, kriminellenAngriff der USA, Großbritanniens und Frankreich mit Marschflugkörpern am 14. April 2018 gegen ihr Land eine Erklärung abgegeben (www.antiochpatriarchate.org/en/page/1918/), die wir ins Deutsche übersetzt haben.

Eine Erklärung der Patriarchen von Antiochia und des gesamten Ostens im Namen der griechischen Orthodoxen, syrischen Orthodoxen und der griechisch-melkitischen Katholiken
Damaskus, 14. April 2018

Gott steht uns bei; Versteht das, all ihr Nationen und fügt euch!

Wir, die Patriarchen: John X, griechisch orthodoxer Patriarch von Antiochia und des gesamten Ostens, Ignatius Aphrem II, syrisch orthodoxer Patriarch von Antiochia und des gesamten Ostens, und Joseph Absi, melkitisch-griechischer katholischer Patriarch von Antiochia, Alexandria und Jerusalem, verurteilen und prangern die brutale Aggression an, die an diesem Morgen gegen unser geliebtes Land Syrien von USA, Frankreich und Großbritannien mit der Begründung durchgeführt wurde , die syrische Regierung habe chemische Waffen, eingesetzt. Wir erheben unsere Stimme, um Folgendes klarzustellen:

1. Diese kaltblütige Aggression ist eine klare Verletzung des internationalen Rechts und der UNO Charta, da es sich um einen unberechtigten Angriff auf ein souveränes Land, einen Staat der Mitglied der UNO ist, handelt.

2. Es schmerzt uns sehr, dass dieser Angriff von mächtigen Staaten kommt, denen Syrien in keiner Weise ein Leid zugefügt hat.

3. Die Unterstellung der USA und anderer Staaten, dass die syrische Armee chemische Waffen einsetzt und dass Syrien derartige Waffen besitzt und benutzt, ist eine Behauptung, die nicht gerechtfertigt ist und die nicht durch die dafür erforderlichen, klaren Beweise belegt wird.

4. Der Zeitpunkt für die nicht gerechtfertigte Aggression gegen Syrien, gerade als die Internationale Untersuchungskommission dabei war, ihre Tätigkeit in Syrien aufzunehmen, untergräbt die Arbeit dieser Kommission.

5. Die brutale Aggression zerstört die Möglichkeit für eine friedliche politische Lösung, führt zu Eskalation und vergrößert die Probleme.

6. Diese unberechtigte Aggression ermutigt die terroristische Organisationen. Sie gibt ihnen neuen Antrieb, mit ihrem Terror fortzufahren.

7. Wir rufen den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf, seine eigentliche Rolle als Friedensbringer wahrzunehmen, anstatt zur Eskalation der Kriege beizutragen.

8. Wir rufen alle Kirchen jener Länder, die sich an der Aggression beteiligt haben, dazu auf, ihre christliche Pflicht gemäß den Lehren der Bibel zu erfüllen, diese Aggression zu verurteilen und ihre Regierungen aufzufordern, sich für den Erhalt des Weltfriedens einzusetzen.

9. Wir verbeugen uns vor dem Mut, Heroismus und der Opferbereitschaft der Syrisch-Arabischen Armee, die Syrien tapfer verteidigt und für seine Menschen Sicherheit schafft. Wir beten für die Seelen der Märtyrer und für die Genesung der Verletzten. Wir sind uns sicher, dass die Armee vor den terroristischen Aggressionen von außen und innen nicht in die Knie geht. Sie wird weiter tapfer gegen den Terrorismus kämpfen, bis jeder Zentimeter syrischen Gebiets vom Terrorismus befreit ist. Gleichermaßen würdigen wir die mutige Haltung der Staaten, die sich gegenüber Syrien und seinen Menschen wie Freunde verhalten.

Wir beten für die Sicherheit, den Sieg und die Befreiung Syriens von allen Formen des Krieges und des Terrors. Wir beten für Frieden in Syrien und auf der ganzen Welt. Wir rufen dazu auf, die Anstrengungen für die nationalen Versöhnung zu verstärken, um das Land zu schützen und die Würde aller Syrer zu erhalten.

In Syrien auf dem Weg in den Abgrund

Zum Abschuss eines israelischen Kampfflugzeuges über Syrien und zur Gefahr einer weiteren Ausdehnung des Krieges im Nahen Osten

In der UN-Charta sind die Grundsätze festgehalten, die zwischen Staaten einzuhalten sind, um Kriege zu vermeiden: Gegenseitige Achtung ihrer Souveränität und Integrität, Verzicht auf Gewalt und Gewaltandrohung. Die Entwicklung immer mörderischerer Waffensysteme macht die strikte Einhaltung dieser Grundsätze noch dringlicher.

Es muss deshalb erschrecken, wie selbstherrlich gegenüber einem Land wie Syrien das Völkerrecht missachtet und wie unbekümmert eine militärische Konfrontation mit der Atommacht Russland in Kauf genommen wird: Seit Monaten greift Israel immer wieder mit Raketen und Bomben Ziele in Syrien an. Bei einem solchen Bombenangriff im Westen von Damaskus hat die syrische Luftabwehr am 10. Februar einen israelischen Kampfjet über syrischem Territorium abgeschossen. Für unsere Kommentatoren wie zum Beispiel Torsten Henke („Ein Pulverfass“, erschienen am 12. Februar) sind jedoch nicht die eindeutig völkerrechtswidrigen Bombardements der Israelis in Syrien, sondern die syrische Verteidigung eine „militärische Provokation“. Der „Araber“ hat sich gefälligst von unseren „Freunden“ widerstandslos bombardieren zu lassen.

Was Israel, das seit 1967 die wasserreichen syrischen Golanhöhen besetzt und 1982 unter Bruch des Völkerrechts annektiert hat, recht ist, ist den USA billig: Sie haben kurdische Milizen mit „gemäßigten“ islamistischen Kämpfern unter ihrem Kommando als „Demokratische Kräfte Syriens“ zusammengeschlossen, auf syrischem Boden bewaffnet und militärisch ausgebildet. Mit diesen Hilfstruppen und unter massivem Einsatz ihrer Luftwaffe haben sie sämtliche Teile Syriens östlich des Euphrat unter ihre Kontrolle gebracht. Sie wollten damit der syrischen Armee bei der Befreiung dieser Regionen von ISIS zuvorkommen, um sich der dort gelegenen größten Ölvorkommen des Landes zu bemächtigen. „Öl ist viel zu wichtig, als dass man es den Arabern überlassen könnte“, lehrte schon der frühere US-Außenminister Henry Kissinger. Dass die USA es damit ernst meinen, haben die US-Luftstreitkräfte mit einem Blutbad an syrischen Soldaten am 7. Februar 2018 in der syrischen Provinz Deir Ezzor deutlich gemacht. Rund 100 von ihnen wurden getötet, als ihre Einheiten versuchten, ein syrisches (!) Ölfeld zurückzugewinnen. Ohne die Proteste der Regierung in Damaskus auch nur zu beachten, haben die USA mittlerweile im Norden und Osten Syriens Tausende Soldaten stationiert und zehn eigene Militärstützpunkte errichtet. Sie möchten, wie ihr Verteidigungsminister Mattis klarstellte, langfristig bleiben und zur Abspaltung ihres Protektorats „Nordsyrien“ eine 30 000 Mann starke Grenzsicherungstruppe aufbauen.

Nato-Partner Türkei will da nicht zurückstehen: mit aus Deutschland gelieferten Panzern versucht die türkische Regierung, die vor allem von Kurden bewohnte syrische Provinz Afrin zu erobern. Wie Hyänen stürzen sich die USA und ihre Freunde auf das ausgeblutete Land. Zu all diesen Aggressionen schweigt die Bundesregierung. Gleichzeitig hält sie eisern an ihren Wirtschafts- und Finanzsanktionen fest, die Syrien selbst den Einkauf von medizinischen Geräten und Medikamenten für seine Bevölkerung und erst recht jeden Wiederaufbau nahezu unmöglich machen. Sie schreit aber auf, wenn die syrische Armee gegen Salafisten vorgeht, die sich in Stadtteilen wie Ost-Goutha noch verschanzt halten und von dort, wie die Vertreter der Kirchen vor Ort berichten, tagtäglich die Innenstadt von Damaskus mit Mörsern und Raketenwerfern beschießen und die Bevölkerung terrorisieren.

Noch können wir Bürger weiter wegschauen. Angela Merkels Freund Erdogan und die geschlossenen Grenzen sorgen zumindest vorläufig dafür, dass wir mit dem Elend der syrischen Bevölkerung und neuen Flüchtlingen nicht konfrontiert werden. Wir sollten uns aber bewusst sein: Wenn die Vorschriften des Völkerrechts, deren Einhaltung, vergleichbar mit der Straßenverkehrsordnung im öffentlichen Verkehr, zwingend notwendig sind, um kriegerische Zusammenstöße zwischen den Staaten zu verhindern, skrupellos missachtet werden, steuern wir direkt auf den Abgrund, die Katastrophe für uns alle, zu.

Bernd Duschner
Pfaffenhofen

Leserbrief Bernd Duschner, Donaukurier, 23.02.2018.
Quelle: http://www.donaukurier.de/interaktiv/leserbriefe/ueberregional/art76949,3693373

Aktion „Winterkleidung für Kinder in Damaskus“

Ein großer Erfolg: Dank Ihrer Unterstützung erhalten Hunderte syrischer Kinder Winterkleidung

Unsere Aktion „Winterkleidung für Kinder in Damaskus“, über die wir unsere Mitbürger in Pfaffenhofen über die Lokalzeitung und mit Plakaten informiert haben, hat ein breites Echo gefunden. Jugendliche sammelten auf Weihnachtsfeiern, Vereine und viele Bürger spendeten. Eine große Unterstützung für die Aktion war ein Bericht von Albrecht Müller auf seinem Internetportal  „Nachdenkseiten“. Rund 300 seiner Leser reagierten und sandten uns eine Überweisung.

Wir haben alle Spenden mittlerweile an die Leiterin des Italienischen Krankenhauses in Damaskus, Schwester Carol Tahhan, weitergeleitet. Sie hat für uns die gesamte Organisation der Herstellung und Verteilung der Winterkleidung für Kinder und Jugendliche besonders bedürftiger Familien übernommen. Mit dem Geld wurden bereits und werden weiter Stoffe und Materialien eingekauft, mit denen Schneiderinnen in Damaskus Winterjacken und Mäntel herstellen. Mittlerweile konnten, wie uns Carol  Tahhan berichtet, bereits mehrere Hundert Kinder und Jugendliche eingekleidet werden.

Wir haben die Aktion auch zum Anlass genommen, eine Konferenz der Friedensbewegung zu den Wirtschaftssanktionen der EU als Instrument der Kriegsführung und ihren verheerenden Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der syrischen Bevölkerung und insbesondere auf das  Gesundheitsversorgung in Syrien anzuregen. Ein Wiederaufbau des Landes und eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der syrischen Bevölkerung sind schließlich erst dann möglich, wenn die unmenschlichen und völkerrechtswidrigen Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden.

An alle Spender herzlichen Dank für ihre großzügige Unterstützung!

Kinder in Damaskus erhalten Winterkleidung

Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig humanitäre Hilfe leisten

Im Sommer hatten wir die Ausbildung von 40 Frauen in Damaskus zu Schneiderinnen finanziert. Die Ausbildung fand in den Räumlichkeiten der dortigen Don Bosco Schwestern unter Leitung von Schwester Carol Tahhan statt. Ende Oktober hat sich Bernd Duschner für uns in Beirut mit Schwester Carol Tahhan getroffen. Bei diesem Gespräch hat ihm Frau Tahhan ein gemeinsames Folgeprojekt ans Herz gelegt, das wir sofort in Angriff genommen haben: Die frisch ausgebildeten Schneiderinnen stellen jetzt rechtzeitig vor dem Winter in Damaskus warme Kleidung für Kinder her. Diese Winterkleidung wird anschließend an besonders bedürftige  Familien in der syrischen Hauptstadt verteilt.

Es ist eine spürbare Hilfe, denn dank zahlreicher Spender konnten wir ihnen inzwischen bereits 16.000 EUR für den Einkauf der notwendigen Stoffe, Materialien und Arbeitslöhne zur Verfügung stellen. Dieser Erfolg  ist auch prominenten Unterstützern zu verdanken. So gab uns Dr. Eugen Drewermann bei seinem jüngsten Vortrag bei Pax Christi in Augsburg Gelegenheit, für diese humanitäre Aktion zu werben. Der Publizist und  langjährige Planungschef im Bundeskanzleramt Albrecht Müller informierte die Leser seiner „Nachdenkseiten“  und seine Leser haben großzügig reagiert.

Angesichts der Not in Syrien bitten wir um weitere Spenden für unsere Aktion auf unser Konto bei der Sparkasse Pfaffenhofen, IBAN: DE06 7215 1650 0008 0119 91, Stichwort „Hilfe für Kinder in Damaskus“.

Nachfolgend ein persönliches Schreiben mit Photos von Schwester Carol Tahhan vom 14. Dezember an unseren Vereinsvorsitzenden:

Carissimo Signor Bernd, 

Finalmente comincio a scriverti per ringraziarti per il tuo aiuto che stai dando a noi attraverso gli aiuti. Noi abbiamo ricevuto il 16000 Euro e grazie mille.

ecco tutto il materiale che ho fatto fin adesso. la ringrazio tanto la gioia delle donne che hanno avuto un stipendio e` molto grande e non solo le donne anche i poveri che stanno prendendo il regalo di Natale. Un grazie a lei e a tutti i donatori. Sr. Carol e adesso mando le fotto mentre noi prepariamo i pacchie scusami di nuovo per il ritardo ha risponderti.

Liebster Herr Duschner,

endlich komme ich dazu, Dir zu schreiben und für Deine Unterstützung zu danken, die Du uns mit diesen Hilfen gibst. Wir haben die 16.000 EUR erhalten. Tausend Dank! Hier ist das ganze Material, das ich bis jetzt gemacht habe. Ich danke Ihnen. Die Freude der Frauen, die ein Gehalt bekommen haben, ist sehr groß und nicht nur bei dene Frauen, sondern auch bei den Armen, die ein Weihnachtsgeschenk erhalten. Ein Dank an Sie und alle Spender, Schwester Carol.
Und jetzt schicke ich Ihnen die Photos, während wir die Pakete herrichten. Und entschuldige mich für meine verzögerte Antwort.

Damaskus: Kurse für Schneiderinnen konnten beginnen

Schwester Carol Tahhan bedankt sich bei unseren Verein und den Spendern

Mit einem persönlichen Schreiben hat sich Schwester Carol Tahhan bei unserem Verein für die Unterstützung bei der Finanzierung von Kursen zur Berufsausbildung für Mütter in Damaskus bedankt. Die gebürtige Syrerin Carol Tahhan gehört zur Ordensgemeinschaft der Don-Bosco Schwestern, die unter Leitung von Schwester Anna Maria Scarzello das „Italienische Krankenhaus“ führen. Tahhan stammt aus einer christlichen Familie und wurde 1971 in Aleppo geboren. Sie ist verantwortlich für den Kindergarten der Don-Bosco Schwestern und organisiert die Kurse für die Berufsausbildung von Müttern zu Schneiderinnen. Für die Finanzierung zweier neuer Kurse mit jeweils 20 Teilnehmerinnen, konnten wir ihr mittlerweile 11.000 EUR zur Verfügung stellen Die Kurse, die über mehrere Monate gehen, haben jetzt vor drei Wochen begonnen. 20.000 EUR sind insgesamt erforderlich, damit zum Abschluss der Ausbildung noch für jede der Teilnehmerinnen eine Nähmaschine gekauft und ihr als Geschenk gegeben werden kann. Deshalb führen wir unsere Spendenaktion weiter.

Bereits 7 Jahre dauert der Krieg in Syrien. Frägt man Schwester Tahhan nach den Ursachen, so verweist sie auf den Reichtum des Landes, der die Begehrlichkeit der Großmächte und Nachbarstaaten geweckt habe: Das „schwarze“ Gold (Erdöl), das „gelbe“ Gold (Getreide) und das „weiße“ Gold (Baumwolle) Syriens. Damaskus hat schwer unter den Kämpfen und Anschlägen gelitten und ist überfüllt mit Hunderttausenden von Flüchtlingen. Unter ihnen sind viele Frauen, die ihren Mann verloren haben. Sie müssen jetzt auf sich gestellt ihre Kinder ernähren und durchbringen. Schwester Carol Tahhan liebt ihr Land über alles. Trotz des Krieges, der Gefahren und der herrschenden Not würde sie Syrien unter keinen Umständen verlassen. Mit Geldern des UN – Flüchtlingswerkes hat sie vor 7 Jahren begonnen, ihre ersten Kurse für Frauen zur Berufsausbildung zur Schneiderin zu organisieren. Am Ende der Ausbildung erhalten diese Frauen immer ein Zeugnis als Nachweis und eine eigene Nähmaschine als Starthilfe. „Wir“, sagt Tahhan, helfen diesen Frauen, auf eigenen Füßen zu stehen, unabhängig zu sein, eine Arbeit zu finden, und sich jetzt, obwohl Krieg und Tod herrschen, weiter zu entwickeln. Wir machen Mut und sagen ihnen: „Es gibt eine Zukunft, der Frieden wird kommen. Wir geben Mut zum Leben.“ Einmal, erzählt sie, sei eine Frau in Tränen ausgebrochen, als sie ihr das Zeugnis ausgehändigt habe. Es sei das erste Mal in ihrem Leben gewesen , so die Frau, dass sie ein solches Dokument erhalten habe.
Schwester Tahhan leitet auch den Kindergarten der Don-Bosco Schwestern. Nur 24 der 200 Kinder sind Christen, die übrigen Moslems. Ein Zusammenleben ist also möglich, wie sie betont. Es bedrückt die Ordensfrau, dass die Kinder heute in einer Atmosphäre der Gewalt aufwachsen und tagtäglich mit dem Krieg konfrontiert sind. Schon die Kleinsten, berichtet sie, könnten wie selbstverständlich das Zischen eines Mörsers von dem einer Rakete unterscheiden. Es gäbe Kinder, die nicht mehr sprechen, andere seien voll gestopft von Gewalt, die gesehen und erlebt haben. Im Kindergarten werde versucht, ihnen mit Musik als Therapie zu helfen. Zwei Mal in der Woche werde mit Instrumenten gespielt und gemeinsam gesungen. Stolz ist Schwester Tahhan auf das Vertrauen, dass die Eltern zu ihr und ihren Mitarbeitern haben. Sie wüssten, dass in diesem Kindergarten ein familiäres und friedliches Klima herrsche, ihre Kinder in Ruhe spielen, herumtollen, aber auch träumen könnten. Einen Unterschied zwischen Christen und Moslems mache niemand. Sie berichtet von der Solidarität, die den Don-Bosco Schwestern entgegengebracht werde. Wenn es einen Anschlag in ihrem Stadtteil gäbe, würden sofort auch viele Moslems besorgt vorbeischauen und ihre Hilfe anbieten.

Schwester Tahhan schweigt nicht zu politischen Fragen. Sie steht zu ihrem Land und seiner Regierung. Die westliche Politik gegenüber Syrien und insbesondere die Wirtschaftssanktionen kritisiert sie offen. Wegen der Sanktionen sind sie und Schwester Scarzello, die für das Krankenhaus zuständig ist, für den Einkauf von medizinischen Geräten, Ersatzteilen und dringend benötigter Medikamenten immer wieder gezwungen, in den Libanon zu reisen. Von den Großen der Welt fordern beide beharrlich endlich „Gerechtigkeit für Syrien“ .

Privatpersonen, Vereine und Firmen, die uns bei der Finanzierung der Kurse für die Berufsausbildung von Müttern in Damaskus unterstützen möchten, bitten wir um Spenden auf das Konto unseres gemeinnützigen Vereins „Freundschaft mit Valjevo“ o bei der Sparkasse Pfaffenhofen, IBAN: DE06 7215 0008 0119, Stichwort „Hilfe für Mütter in Damaskus“.