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Großer Erfolg unserer Spendenaktion!

Das Echo auf unseren Spendenaufruf für das „Italienische Krankenhaus“ in Damaskus war überwältigend. Wir erhielten über 200 Überweisungen mit Spenden von insgesamt 22.000 EUR. Das Geld haben wir in mehreren Teilbeträgen mittlerweile der Leiterin des Krankenhauses Schwester Anna Maria Scarzello zugeleitet. Sie hat uns den Empfang bestätigt. Mit dem Geld konnte Schwester Scarzello für das Krankenhaus die benötigte neue Wasserwiederaufbereitungsanlage für die Dialyse und zusätzlich noch Geräte für Reanimation und Atemtherapie besorgen.

Deshalb ganz herzlichen Dank an alle Spender!

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation kann die Regierung in Damaskus jeweils nur für 3 Stunden Strom für elektrisches Licht zur Verfügung stellen. Danach wird der Strom für die nächsten 3 Stunden abgeschaltet. Deshalb laufen für das Krankenhaus Tag und Nacht Notstromaggregate. Sie sorgen auch für die Beheizung der Räume. 15.000 Liter Diesel braucht das Krankenhaus im Winter jeden Monat. Bei einem Literpreis von aktuell 183 syrischen Lira liegen die Kosten dafür bei 5.000 Dollar, so Schwester Scarzello.

Unsere Spendenaktion geht weiter! Helft alle mit!

Die Notlage bei der Stromversorgung und der Mangel an Diesel und Heizöl sind eine direkte Folge der Wirtschaftssanktionen der Bundesregierung und der EU, die seit 2011 (!!!)  gegen Syrien in Kraft sind. Sie verbieten u.a. explizit die Lieferung und technische Hilfe von Schlüsselausrüstung und Technologie zur Exploration, Förderung und Verarbeitung von Erdöl und Erdgas. Sie verbieten genauso die Lieferung und technische Hilfe für Kraftwerke zur Stromgewinnung wohl wissend, dass die Infrastruktur des Landes durch gezielte Terroranschläge und Krieg schwerste Schäden erlitten hat.

Damit das Krankenhaus auch in den Wintermonaten voll arbeiten kann und über ausreichend Heizung und elektrischer Strom verfügt, bitten wir im Namen von Schwester Scarzello um Spenden auf unser Konto bei der Sparkasse Pfaffenhofen, IBAN DE06 7215 1650 0008 0119 91, BIC BYLADEM1PAF, Stichwort: „Krankenhaus Damaskus“. Wir werden die Gelder wieder unverzüglich an Schwester Scarzello weiterleiten.

Ordensschwester Scarzello bittet um Hilfe

Krankenhaus in Damaskus braucht neue Wasseraufbereitungsanlage

Die Leiterin des Italienischen Krankenhauses in Damaskus, Schwester Anna Maria Scarzello vom Orden der Don Bosco Schwestern, hat sich mit einer Bitte an unseren Verein gewandt: Das Krankenhaus braucht dringend eine neue Wasseraufbereitungsanlage für die Behandlung seiner zahlreichen Dialysepatienten. Dafür sind knapp 14000 EUR notwendig. Wir möchten ihr das Geld kurzfristig zukommen lassen und bitten deshalb um Spenden auf unser Konto bei der Sparkasse Pfaffenhofen, IBAN DE06 7215 1650 0008 0119 91, BIC BYLADEM1PAF, Stichwort „Wasseraufbereitungsanlage“.

Schwester Anna Maria Scarzello ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Geboren 1939 in der kleinen norditalienischen Gemeinde Tarantasca im Piemont hat sie 20 Jahre mit jungen Frauen in Mexiko gearbeitet und sie tatkräftig bei ihrer Entwicklung und Durchsetzung ihrer Rechte unterstützt. 2011 ging Schwester Anna Maria Scarzello nach Damaskus. Ungeachtet der schwierigen und gefährlichen Situation im Land übernahm sie die Leitung einer Ordensgemeinschaft von 13 Don Bosco Schwestern, die das dortige „Italienische Krankenhaus“ führen. Das Krankenhaus wurde 1913 gegründet und liegt im dicht besiedelten Stadtteil Mazraa. Es hat einen sehr guten Ruf und steht für alle Kranken unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung offen. Die Lage für Bevölkerung und Krankenhaus in Damaskus, sagt Schwester Scarzello, hat sich in den letzten Jahren ständig verschlechtert: es fehlt an Ärzte, weil viele das Land verlassen haben. Die Preise im öffentlichen Nahverkehr, für Benzin und insbesondere Grundnahrungsmittel sind explodiert. Medikamente sind sehr teuer geworden und nur schwer zu bekommen. Dafür machen die christlichen Kirchen in Syrien nicht zuletzt die Wirtschafts- und Finanzsanktionen verantwortlich, die USA und EU seit 2011 gegen das Land verhängt haben. In ihrem jüngsten Appell vom 23. August 2016 fordern ihre Patriarchen von Damaskus John X., Gregorius III und Ignatius Aphrem II erneut ihre Aufhebung. Auch für Schwester Scarzello sind sie Sanktionen eine wesentliche Ursache, weshalb in Syrien die Armut ständig weiter um sich greift und immer weniger Patienten für ihre Behandlung bezahlen können. Womit aber, fragt sie, sollen wir die eigenen Mitarbeiter, medizinisches Material und Ersatzgeräte finanzieren? Die Wasseraufbereitungsanlage des Krankenhauses für die Dialyse ist bereits seit über 15 Jahren im Betrieb. Die Anlage hat zahlreiche Risse, verliert Wasser und muss umgehend ausgetauscht werden. Es liegt jetzt an uns, ihr die Finanzierung einer neuen Wasseraufbereitungsanlage zu ermöglichen. „Ich bitte die göttliche  Vorsehen“, so Schwester Scarzello in ihrem Schreiben, „dass großzügige Menschen uns helfen, damit viele Kranke davon ihren Nutzen haben.“

Hier klicken für den Kostenvoranschlag für die Wasseraufbereitungsanlage.

Hier klicken für Appell: Erzbischof Joseph Tobij von Aleppo.

APPELL KIRCHLICHER WÜRDENTRÄGER AUS SYRIEN

Die Sanktionen gegen Syrien und die Syrer sind unverzüglich aufzuheben

2011 hat die Europäische Union beschlossen, Wirtschaftssanktionen gegen Syrien zu verhängen. Die EU stellte sie als „Sanktionen gegen Persönlichkeiten des Regimes“ dar. Tatsächlich verhängte sie gegen das ganze Land ein Öl-Embargo, eine Blockade jeglicher Finanztransaktionen und ein Handelsverbot für sehr viele Gütern und Produkte. Diese Maßnahmen sind immer noch in Kraft. Dagegen wurde 2012 aufgrund einer schwer verständlichen Entscheidung das Öl-Embargo für die Regionen aufgehoben, die die bewaffnete und dschihadistische Opposition kontrolliert. Dadurch soll offenkundig den sogenannten „revolutionären Kräften und der Opposition“ wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

In diesen 5 Jahren haben die Sanktionen gegen Syrien dazu beigetragen, die syrische Gesellschaft zu zerstören: Sie lieferten sie dem Hunger, Epidemien und Elend aus und arbeiten somit den Milizen von Integralisten und Terroristen, die heute auch in Europa zuschlagen, in die Hand. Die Sanktionen vergrößern die Schäden durch den  Krieg, der bereits zu 250.000 Toten, 6 Millionen intern Vertriebenen und 4 Millionen Flüchtlingen geführt hat.

Die Situation in Syrien ist verzweifelt: Es fehlt an Lebensmitteln, es herrscht eine allgemeine  Arbeitslosigkeit, medizinische Behandlungen sind unmöglich geworden,  Trinkwasser und Strom sind rationiert. Dazu kommt, dass das Embargo die Syrer, die sich bereits vor dem Krieg im Ausland niedergelassen haben, daran hindert, ihren Verwandten und Familienangehörigen im Heimatland Geld zu überweisen. Selbst Nichtregierungsorganisationen, die Hilfsprogramme durchführen möchten, können ihren Mitarbeitern in Syrien kein Geld schicken. Firmen, Stromwerke, Wasserwerke, und Krankenhäuser sind gezwungen, zu schließen, weil sie keine Ersatzteile und kein Benzin bekommen können.

Heute sehen die Syrer nur eine Möglichkeit für das Überleben ihrer Familien: die Flucht aus ihrem Land. Aber auch diese Lösung stößt auf nicht wenige Schwierigkeiten und  führt zu hitzigen Auseinandersetzungen innerhalb der Europäischen Union. Es kann nicht sein, dass die Flucht die einzige Lösung ist, die die internationale Gemeinschaft diesen Menschen in ihrer Not noch lässt.

Wir unterstützen deshalb alle Initiativen humanitären Charakters und alle Initiativen für den Frieden von Seiten der internationalen Gemeinschaft, insbesondere die schwierigen Verhandlungen in Genf. In der Erwartung und der Hoffnung, dass sie nach so vielen bitteren Enttäuschungen ein konkretes Ergebnis bringen, fordern wir, dass die Sanktionen, die im tagtäglichen Leben jedes Syrers zu spüren sind, unverzüglich aufgehoben werden. Ohne konkrete Anstrengungen für die Menschen, die heute unter den Folgen des Embargos leiden, kann es nicht zu dem ersehnten Frieden kommen. Die Auswirkungen des Embargo lasten auf dem ganzen Volk.

Das Gerede über die Kriegsflüchtlinge aus Syrien sieht nach purer Heuchelei aus, solange man gleichzeitig, diejenigen, die in Syrien bleiben, weiter aushungert, ihnen die medizinische Versorgung, Trinkwasser, Arbeit, Sicherheit und die elementarsten Rechte verweigert.

Wir wenden uns deshalb an die Abgeordneten und Bürgermeister jedes Landes, damit die Bürger der Europäischen Union (bis heute absolut unwissend) über die Ungerechtigkeit der Sanktionen gegen Syrien informiert werden und die Sanktionen endlich Gegenstand einer ernsthaften Debatte und entsprechender Beschlüsse werden.

Unterzeichner:
Georges Abou Khazen, Apostolischer Vikar von Aleppo
Pierbattista Pizzaballa, Kustos emeritus des Heiligen Landes
Josef Tobji, Erzbischof der Maroniten von Aleppo
Boutros Marayati, Armenischer Bischof von Aleppo
Die Schwestern der Kongregation des heiligen Josef der Erscheinung des Krankenhauses „Saint Louis“ von Aleppo
Ordensgemeinschaft der Trappistinnen in Syrien
Dr. Nabil Antaki, Arzt in Aleppo von der Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Maria
Die Schwestern der Kongregation der immerwährenden Hilfe – Zentrum für Minderjährige und Waise von Marmarita
Pater Firas Loufti, Franziskaner
Jean – Clement Jeanbart, griechisch-orthodoxer Erzbischof von Aleppo
Jacques Behnan Hindo, syrisch-katholischer Bischof von Hassake – Nisibi
Mtanios Haddad, Archimandrit der katholisch – melkitischen Kirche
Hilarion Capucci, emerit. Erzbischof der melkitischen griechisch-kath. Kirche
Ignaz Youssef III Younan, Patriarch der unierten syrisch-kath. Kirche von Antiochien
Georges Masri, Prokurator beim Heiligen Stuhl der syr.isch-kath. Kirche
Gregor III Laham, Patriarch der melkitisch griechisch-kath. Kirche

Orginaltext: „Basta sanzioni alla Siria e ai Siriani“
Übersetzung aus dem Italienischen: Bernd Duschner

Mohamad Saria Alhakem ist in Pfaffenhofen eingetroffen

Wir bitten dringend um Spenden zur Finanzierung seiner Behandlung

Über ein Jahr haben wir dafür gekämpft: Jetzt endlich wurde dem syrische Schüler Mohamad Saria Alhakem aus Damaskus vom deutschen Konsulat in Beirut ein Visum für seine Operation in Deutschland gewährt wird.  Am  Mittwoch, dem 9.März, traf Mohamad, begleitet von seiner Schwester Sara, in Pfaffenhofen ein. Bis zu seiner Operation wird er bei seiner Großmutter in unserer Stadt wohnen. Mohamad, der im Juni 16 Jahre alt wird, leidet an einem Knochentumor. Der Tumor hat vom Unterschenkelknochen ausgehend das Kniegelenk und den Oberschenkel befallen.

Mohamad, Bernd und Sara

Mohamad, Bernd und Sara

Im Dezember 2014 hatte sich seine Großmutter über Bekannte an unseren Verein gewandt, Mohamad die komplizierte Operation in Deutschland zu ermöglichen. Infolge des Krieges, der ständigen Anschläge durch bewaffnete Gruppen und der durch die Wirtschaftsblockade der EU zusätzlich verschlechterten Versorgungslage haben die meisten Ärzte das Land verlassen. Viele Krankenhäuser sind zerstört, Medikamente sind unerschwinglich teuer. Nach einem fast ein Jahr dauernden Tauziehen mit den Behörden im Deutschen Konsulat in Beirut und erst nach einem  persönlichen Protestschreiben an den deutschen Außenminister erhielt Mohamad endlich das für die Einreise notwendige humanitäre Visum.

Wie geht es jetzt weiter? In den nächsten Tagen werden in Vorbereitung der Operation Kernspintomographie, Computertomographie und eine Biopsie durchgeführt. Danach erfolgt die eigentliche Operation in der Schönklinik in Hamburg. Zur Finanzierung der Kosten für Behandlung, Versorgung und Flüge bitten wir jetzt dringend um weitere Spenden auf unser Konto bei der Sparkasse Pfaffenhofen „Freundschaft mit Valjevo“ IBAN  DE06 7215 1650 0008 0119 91.

Mit dieser humanitären Aktion wollen wir nicht nur einem schwerkranken  Jungen einer palästinensisch – syrischen Familie helfen, sondern auch  ein Zeichen unserer Verbundenheit mit dem syrischen Volk, für Frieden und Völkerverständigung setzen.

Über unsere Hilfe für den syrisch-plalästinensischen Jungen Mohamad berichteten inzwischen der Bayerische Rundfunk und das Ingolstädter Regionalfernsehen.

Leiser Tod im Garten Eden

Film über die Folgen der Uranmunition 

Im Irak, zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris, soll einst der Garten Eden gelegen haben. Heute gehört dort das langsame Sterben zum Alltag. Während der Irakkriege 1991 und 2003 sollen nach Schätzungen des UN-Umweltprogrammes (UNEP) bis zu 2.000 Tonnen Munition mit abgereicherten Uran eingesetzt worden sein. „Die panzerbrechende Waffe“, so der ARD Weltspiegel am 13. Februar 2013, „wirkt noch nach Jahren. Um Basra, im Süden des Landes, beträgt die Strahlenbelastung nach Messungen unabhängiger Experten das 20fache des Normalwertes.

Vor allem Kinder, die auf irakischen Panzerwracks spielen, erkranken. Die Zahl der Missbildungen bei Neugeborenen nimmt zu.“ Totengräber berichten: „Manchmal beerdigen wir Kinder mit vier Händen oder mit dreien. Manchmal haben die Körper zwei Köpfe. Es gibt jede Art von Mißbildung, die man sich vorstellen kann. Manchmal ist der Kopf völlig deformiert und die Augen liegen nicht vorn, sondern oben.“

Karin Leukefeld

Karin Leukefeld

Karin Leukefeld arbeitet seit dem Jahre 2000 als Auslandskorrespondentin im Nahen Osten. Mit dem Fotografen Markus Matzel hat die unerschrockene Journalistin 2014 den Irak besucht. Dort hat sie nach Spuren der verheerenden Munition gesucht und Gespräche mit Ärzten, Wissenschaftlern und Betroffenen geführt. Am Mittwoch, den 9. März, 19 Uhr 30, kommt Karin Leukefeld zu uns nach Pfaffenhofen und zeigt im Hofbergsaal ihren Dokumentarfilm „Leiser Tod im Garten Eden“ über die verheerenden Auswirkungen der Uranmunition auf die Bevölkerung im Irak. Ihr Appell, nicht wegschauen, sondern aktiv werden, damit solche Waffen endgültig verboten werden.