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Syrien und seine Bevölkerung versinken im Elend

Italienisches Krankenhaus braucht neuen Computertomographen

In Syrien haben Not und Elend in den letzten Monaten weiter zugenommen. Seit Mitte Februar melden die syrischen Krankenhäuser zudem einen starken an Covid-Patienten. Für Bundesregierung und EU ist das Leid der syrischen Bevölkerung kein Grund, ihre zutiefst unmenschlichen Sanktionen gegen das Land aufzuheben. 

Nach 10 Jahren Krieg und Zerstörungen sind nur noch knapp die Hälfte der syrischen Krankenhäuser vollständig im Betrieb. Es fehlt es an medizinischen Geräten und Schutzausrüstung, Medikamenten, Ärzten und Pflegepersonal. Ein großer Teil der Bevölkerung, insbesondere die Millionen Binnenflüchtlinge, sind gezwungen, in unhygienischen Unterkünften auf engen Raum zu leben und können sich nur unzureichend ernähren. US-Truppen haben mit ihren Verbündeten die Kontrolle über die Kornkammern des Landes in den Provinzen nordöstlich des Euphrat übernommen, in denen sich auch die wichtigsten syrischen Ölfelder und Erdgasvorkommen befinden. Ihre offen erklärtes Ziel ist das Aushungern des Landes und die Verhinderung jeglichen Wiederaufbaues. Infolgedessen haben sich die Lebensmittelpreise in den letzten 12 Monaten mehr als verdoppelt. Über 80% der Syrer leben unterhalb der Armutsgrenze und die meisten Familien wissen nicht mehr, ob sie morgen noch genügend zu essen haben werden. Das sind ideale Bedingungen für die Verbreitung von  Infektionskrankheiten wie Covid-19. 

Kinder suchen in einer Mülltonne nach Essbaren

Eindringlich hat das Mitglied des Krisenstabes Medizinprofessor Dr. Murhof Hamdeh vor kurzem die syrische Bevölkerung darauf hingewiesen, dass die Krankenhäuser überfüllt sind und nur noch schwere Fälle aufnehmen können. Kranke sollten sich zuhause behandeln lassen und sich dort in Ruhe auskurieren. Diese Ratschläge können viele Syrer schwerlich befolgen: Sie sind gezwungen, jeden Tag erneut auf dem Markt oder den Feldern Arbeit zu finden, um sich und ihre Familien zu ernähren. Vor den Verteilungsstellen müssen sie angesichts der großen Versorgungsprobleme über lange Stunden anstehen, um das notwenige Brot oder Kochgas bekommen. Für Gesichtsschutz oder gar Medikamente fehlt ihnen jedes Geld.    

Warteschlange bei Ausgabe von Kochgas

Wir führen unsere humanitäre Hilfe und Solidarität weiter !       

In den Wintermonaten konnten wir auch in diesem Jahr wieder mit Spendengeldern die Herstellung von Winterkleidung und ihre Verteilung an Kinder besonders bedürftiger Familien veranlassen. Bei der Beauftragung örtlicher Schneider und der Organisation der Verteilung vor Ort hat uns die Leitung des Italienischen Krankenhauses unterstützt.  

Kinder mit Winterkleidung 

Das Krankenhaus ist in einer sehr kritischen Situation: Selbst in der Hauptstadt Damaskus gibt es nur wenige Stunden am Tag öffentlichen Strom. Das Krankenhaus ist deshalb auf Generatoren angewiesen. Der dafür erforderliche Diesel ist mittlerweile extrem teuer geworden. In der dieser Notlage ist der wichtige Computertomograph des Krankenhaues nach 15 Jahren Betrieb kaputt gegangen. Seine Patienten müssen deshalb für entsprechende Untersuchungen durch die Stadt immer wieder in andere Krankenhäuser gefahren werden. Dort müssen die Patienten im Gegensatz zum Italienischen Krankenhaus für diese Leistung bezahlen. Vielen von ihnen fehlt dafür das Geld. Leiterin Schwester Tahhan und Chefarzt Dr. Fares haben sich deshalb an uns gewandt und um Unterstützung beim Kauf eines Ersatzgerätes gebeten. In ihrem Brief schreiben sie: „Von Tag zu Tag wächst die Armut. Ständig sind wir mit dem Elend konfrontiert. Wir fühlen uns in der Verantwortung und sie verlangt, dass wir an alle Türen klopfen, um unseren Mitmenschen helfen zu können.“ 

Warteschlange vor einer Bäckerei

Wer bei der Finanzierung des in der aktuellen Epidemie besonders wichtigen  Ersatzcomputertomographen helfen kann und möchte, den bitten wir um auf eine Spende auf unser 

Konto bei der Sparkasse Pfaffenhofen, Freundschaft mit Valjevo.de,  IBAN DE06 7215 1650 0008 0119 91, Stichwort Krankenhaus Damaskus.