{"id":117,"date":"2011-07-01T19:24:35","date_gmt":"2011-07-01T19:24:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/?p=117"},"modified":"2011-07-19T06:30:40","modified_gmt":"2011-07-19T06:30:40","slug":"den-krieg-in-libyen-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/","title":{"rendered":"Den Krieg in Libyen verstehen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">von Michel Collon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --><strong><em>Was sind die wahren Ziele der USA? An diesem Punkt unserer \u00dcberlegungen\u00a0angelangt, k\u00f6nnen wir aufgrund mehrere Tatsachen, die These vom humanit\u00e4ren Krieg oder einer impulsiven Reaktion auf die Ereignisse als endg\u00fcltig widerlegt betrachten. Wenn Washington und Paris jegliche Verhandlungen entschlossen abgelehnt haben, wenn sie bereits seit einiger Zeit am Aufbau der libyschen Opposition \u201egearbeitet\u201c, detaillierte Konzepte f\u00fcr eine Intervention vorbereitet hatten und sich ihre Flugzeugtr\u00e4ger bereits seit l\u00e4ngerer Zeit f\u00fcr eine Intervention bereit hielten (wie es US Admiral Gary Roughead, Chef der US Seestreitkr\u00e4fte best\u00e4tigt hat : \u201eUnsere Streitkr\u00e4fte waren bereits gegen Libyen positioniert\u201c, Washington, 23. M\u00e4rz), dann bedeutet das zwangsl\u00e4ufig: Dieser Krieg wurde nicht im letzten Augenblick als Reaktion auf \u00fcberraschend eingetretene Ereignisse beschlossen. Er war im Gegenteil geplant. Mit ihm werden Ziele verfolgt, die \u00fcber die Person Gaddafis weit hinausgehen. Welche Ziele sind das?<\/em><\/strong><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">DIE ZIELE DER USA GEHEN \u00dcBER DAS \u00d6L WEIT HINAUS<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } -->In diesem Krieg gegen Libyen verfolgen die USA gleichzeitig mehrere Ziele:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Kontrolle \u00fcber das Erd\u00f6l.<\/strong><br \/>\n<strong> 2. Sicherheit f\u00fcr Israel.<\/strong><br \/>\n<strong> 3. Verhinderung der Befreiung der arabischen Welt.<\/strong><br \/>\n<strong> 4. Verhinderung der afrikanischen Einheit.<\/strong><br \/>\n<strong> 5. Installierung der Nato als Gendarm f\u00fcr Afrika.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sind viele Ziele? Jawohl, wie bei den vorhergehenden Kriegen gegen den Irak, Jugoslawien und Afghanistan. Ein Krieg dieser Art ist teuer und mit gro\u00dfen Risiken f\u00fcr das Ansehen der USA verbunden, vor allem, wenn sie ihn nicht gewinnen sollten. Wenn sich Obama in einen solchen Krieg begonnen hat, dann weil er sich davon gro\u00dfe Vorteile verspricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } --><strong>Ziel 1: Kontrolle \u00fcber das gesamte Erd\u00f6l<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: small;\">Manche sagen, es handle sich dieses Mal nicht um einen Krieg um Erd\u00f6l. Der <\/span><span style=\"font-size: small;\">Anteil des libyschen Erd\u00f6l an der Weltproduktion sei unbedeutend. Zudem habe <\/span><span style=\"font-size: small;\">Gaddafi bereits \u00d6l an die Europ\u00e4er verkauft. Sie haben das Wesen des \u201eWeltkrieges um das Erd\u00f6l\u201c nicht verstanden. Mit der Versch\u00e4rfung der allgemeinen Krise des Kapitalismus, wird die Auseinandersetzung zwischen den Wirtschaftsm\u00e4chten immer verbissener gef\u00fchrt. Bei diesem Spiel geht es um hohe Eins\u00e4tze: Um den eigenen Multis einen Platz am Spieltisch zu sichern, muss jede Gro\u00dfmacht an allen Fronten k\u00e4mpfen: M\u00e4rkte erobern, Regionen mit profitablen Arbeitskr\u00e4ften unter ihre Kontrolle bringen, sich gro\u00dfe \u00f6ffentliche und private Auftr\u00e4ge verschaffen, sich Handelsmonopole sichern, Staaten, die ihr Vorteile bieten k\u00f6nnen, unter ihre Kontrolle bringen. Vor allem aber muss sie sich die Kontrolle \u00fcber die begehrten Rohstoffe sichern, allen voran, \u00fcber das Erd\u00f6l.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: small;\">2000 haben wir in unserem Buch \u201eMonopoly\u201c die kommenden Kriege analysiert und geschrieben: \u201eWer die Welt beherrschen will, muss die Kontrolle \u00fcber das Erd\u00f6l gewinnen und zwar \u00fcber das gesamte Erd\u00f6l, wo immer es sich befindet.\u201c Wenn Ihr eine Gro\u00dfmacht seid, kann es Euch nicht gen\u00fcgen, nur die eigene \u00d6lversorgung zu sichern. Ihr w\u00fcrdet mehr wollen, das Maximum. Nicht nur wegen der enormen Gewinne, sondern weil Ihr mit einem Monopol in der Lage w\u00e4ret, es Eueren st\u00e4rksten Konkurrenten zu entziehen bzw. sie zu zwingen, Euere Konditionen zu akzeptieren. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Ihr w\u00fcrdet \u00fcber die st\u00e4rkste Waffe verf\u00fcgen. Erpressung? Jawohl! <\/span><span style=\"font-size: small;\">Seit 1945 haben die USA haben alles getan, um sich das Monopol \u00fcber das \u00d6l zu verschaffen. Ein Rivale wie Japan beispielsweise war f\u00fcr seine Energieversorgung zu 95% von den USA abh\u00e4ngig. Damit war sein Gehorsam gesichert. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Aber die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse \u00e4ndern sich. Die Welt wird multipolar. Die USA <\/span><span style=\"font-size: small;\">sehen sich heute mit einem erstarkenden China, einem wiedererstarkenden Russland, dem Aufstieg Brasiliens und anderer L\u00e4nder des S\u00fcdens konfrontiert. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Es wird zunehmend schwieriger, das Monopol aufrecht zu erhalten. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Das libysche \u00d6l macht nur 1-2% der Weltproduktion aus? Einverstanden, aber es <\/span><span style=\"font-size: small;\">ist von bester Qualit\u00e4t, einfach zu gewinnen und folglich hoch rentabel. Zudem <\/span><span style=\"font-size: small;\">liegt das Land in unmittelbarer N\u00e4he von Italien, Frankreich und Deutschland. \u00d6l aus dem Vorderen Orient, Schwarzafrika oder Schwarzafrika zu importieren, ist mit viel h\u00f6heren Kosten verbunden. Wir haben es also ganz offenkundig mit einem Kampf um das schwarze Gold Libyens zu tun. Das gilt ganz besonders f\u00fcr Frankreich. Dieses Land hatte am st\u00e4rksten auf die mittlerweile allzu riskant erscheinende Atomenergie gesetzt. <\/span><span style=\"font-size: small;\">In diesem Zusammenhang ist es n\u00f6tig, an zwei Tatsachen zu erinnern:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: small;\">1. Gaddafi wollte den Anteil des libyschen Staates am \u00d6l von 30 auf 51% <\/span><span style=\"font-size: small;\">erh\u00f6hen;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: small;\">2. Am 2. M\u00e4rz hatte Gaddafi dar\u00fcber geklagt, dass die \u00d6lproduktion seines Landes auf sein niedrigstes Niveau gefallen sei. Er hatte angedroht, die westlichen Firmen, die Libyen verlassen hatten, durch chinesische, russische und indische Gesellschaften zu ersetzen. Ist es ein Zufall? Immer dann, wenn ein afrikanisches Land anf\u00e4ngt, sich China zu zuwenden, bekommt es Probleme.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: small;\">Noch ein weiterer Hinweis: Ali Zeidan ist der Mann, der die Zahl von den 6.000 toten Zivilisten lanciert hat, die Opfer der Bombardierungen Gaddafis geworden seien. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Er ist gleichzeitig der Sprecher des \u00dcbergangsregierung, also der oppositionellen Regierung, die Frankreich anerkannt hat. In dieser Funktion hat Ali Zeidan erkl\u00e4rt, \u201e die unterzeichneten Vertr\u00e4ge werden eingehalten\u201c. Die zuk\u00fcnftige Regierung, \u201ewerde jedoch \u201edie Nationen ber\u00fccksichtigen, die uns geholfen haben.\u201c Wir haben es also ganz offensichtlich mit einem weiterer Krieg um das Erd\u00f6l zu tun. Allerdings wird er nicht nur gegen Libyen gef\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } --><strong>WOHER KOMMEN DIE RIVALIT\u00c4TEN ZWISCHEN USA, FRANKREICH UND DEUTSCHLAND?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } -->Wenn der Krieg gegen Libyen nur humanit\u00e4ren Charakter h\u00e4tte, w\u00e4ren die\u00a0Auseinandersetzungen zwischen den kriegsf\u00fchrenden Staaten nicht nachzuvollziehen. Warum hat sich Sarkozy beeilt, als Erster mit den Bombardements zu beginnen? Warum war er so ver\u00e4rgert, als die Nato die F\u00fchrung der Kriegsoperationen \u00fcbernehmen wollte? Sein Argument, \u201edie Nato sei in den arabischen L\u00e4ndern nicht popul\u00e4r\u201c kann man nicht ernst nehmen. Als ob er, Sarkozy, der Israel und Ben Ali unterst\u00fctzt hat, so popul\u00e4r w\u00e4re! Warum waren Deutschland und Italien so zur\u00fcckhaltend bei diesem Krieg ? Warum hatte der italienische Minister Frattini zun\u00e4chst erkl\u00e4rt, man m\u00fcsse \u201edie Souver\u00e4nit\u00e4t und Integrit\u00e4t Libyens verteidigen\u201c und \u201eEuropa d\u00fcrfe nicht die Demokratie nach Libyen exportieren\u201c? Nur unterschiedliche Ansichten, wie humanit\u00e4re Unterst\u00fctzung effektiv gestaltet werden kann? Nein, auch hier werden \u00f6konomische Interessen deutlich. Europa steckt in einer Krise. Die Rivalit\u00e4ten werden zunehmend st\u00e4rker. Noch vor einigen Monaten dr\u00e4ngelte man sich nach Tripolis, um Gaddafi zu umarmen und gro\u00dfe Vertr\u00e4ge mit Libyen abzuschlie\u00dfen. Diejenigen, die dabei erfolgreich waren, hatten kein Interesse, die Vertr\u00e4ge wieder in Frage zu stellen. Ganz im Gegensatz zu denen, die leer ausgegangen waren! Wer war der Hauptkunde f\u00fcr libysches \u00d6l? Italien. Wer stand an zweiter Stelle? Deutschland. Schauen wir uns die Investitionen und Exporte der europ\u00e4ischen M\u00e4chte an.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer hatte die meisten Vertr\u00e4ge in Libyen erhalten? Italien. Wer stand an zweiter Stelle? Deutschland. Das deutsche Unternehmen BASF war mit Investitionen von 2 Milliarden EUR der wichtigste \u00d6lproduzent in Libyen geworden. Die deutsche Firma DEA, Tochter des Energiegiganten RWE hatte mehr als 40.000 Quadratkilometer Erd\u00f6l- und Erdgaslagerst\u00e4tten erhalten. Das deutsche Unternehmen Siemens hatte den L\u00f6wenanteil an den gewaltigen Investitionen f\u00fcr das gigantische Projekt \u201eGreat Man Made River\u201c bekommen: Es handelt sich dabei um das gr\u00f6\u00dfte Bew\u00e4sserungsprojekt der Welt, ein Netz von Pipelines, mit denen Wasser aus den wassertragenden Schichten Nubiens bis an die Saharaw\u00fcste herangef\u00fchrt wird. Zu ihm geh\u00f6ren \u00fcber 1300 Brunnen, die oft mehr als 500 Metern tief sind. Nach Beendigung aller Arbeiten werden sie Tripolis, Bengazi, Syrte und andere St\u00e4dte t\u00e4glich mit mehr als 6,5 Millionen Kubikmeter Wasser beliefern. 25 Milliarden Dollar haben Gierige angelockt. Zudem hatte Libyen mit seinen \u00d6l-Milliarden ein \u00e4u\u00dferst ehrgeiziges Programm eingeleitet, um seine Infrastruktur zu erneuern, Schulen und Krankenh\u00e4user zu bauen und das Land zu industrialisieren.\u00a0Dank seiner wirtschaftlichen St\u00e4rke hat sich Deutschland in Libyen, Saudi Arabien und den arabischen Golfstaaten eine Position privilegierter wirtschaftliche Zusammenarbeit sichern k\u00f6nnen. Keineswegs m\u00f6chte es sein Ansehen in der arabischen Welt besch\u00e4digen. Was Italien betrifft, muss an die ungeheure Brutalit\u00e4t\u00a0erinnert werden, mit der es Libyen einst kolonisiert hatte. Dabei st\u00fctzte es sich auf\u00a0die St\u00e4mme im Westen gegen die St\u00e4mme im Osten. Heute haben die italienischen Unternehmen dank Berlusconi einige sch\u00f6ne Vertr\u00e4ge erhalten. Sie haben folglich\u00a0viel zu verlieren. Im Gegensatz zu ihnen, haben Frankreich und England nicht die\u00a0besten St\u00fccke vom Kuchen abbekommen. Sie sind vorne dabei, um eine Neuverteilung des Kuchens zu erreichen. Der Krieg in Libyen ist nur die Fortf\u00fchrung der \u00f6konomischen Auseinandersetzung mit anderen Mitteln. Die kapitalistische Welt ist nicht wirklich sch\u00f6n. Der wirtschaftliche Kampf verlagert sich auf die milit\u00e4rische Ebene. In einem Europa, das in einer Krise steckt und von einem (vor allem dank seiner Politik der niedrigen L\u00f6hne) sehr leistungsstarken Deutschland dominiert wird, hat Frankreich sein B\u00fcndnis gebrochen. Es wendet sich jetzt Gro\u00dfbritannien zu, um ein ver\u00e4ndertes Gleichgewicht zu erreichen. Paris und London haben mehr milit\u00e4rische Mittel als Berlin. Sie versuchen diese Karte auszuspielen, um ihre wirtschaftliche Schw\u00e4che auszugleichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } --><strong>Ziel 2: Israel sichern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } -->Im Nahen Osten h\u00e4ngt alles miteinander zusammen. Noam Chomsky hat uns in einem Gespr\u00e4ch erkl\u00e4rt: \u201eSeit 1967 hat die US Regierung Israel als eine strategische Investition betrachtet. Es war ein \u00f6rtliches Polizeikommissariat und hatte die Aufgabe, die Diktaturen in den \u00f6lproduzierenden arabischen L\u00e4ndern zu sch\u00fctzen.\u201c Israel ist der Polizist f\u00fcr den Mittleren Osten. Das neue Problem f\u00fcr Washington besteht darin, dass Israel wegen seiner zahlreichen Verbrechen (Libanon, Ghaza, Flotte mit humanit\u00e4rer\u00a0Hilfe) zunehmend isoliert ist. Die arabischen V\u00f6lker fordern das Ende dieses Kolonialismus. Folglich braucht der Polizist Schutz. Israel kann nur solange \u00fcberleben, wie es von arabische Diktaturen umgeben ist, die den Wunsch ihrer V\u00f6lker nach Solidarit\u00e4t mit den Pal\u00e4stinensern missachten. Das ist ein Grund, warum Washington Mubarak und Ben Ali unterst\u00fctzt hat und die anderen Diktatoren weiter unterst\u00fctzen wird. Die USA bef\u00fcrchten, in den kommenden Jahren Tunesien und \u00c4gypten zu verlieren\u201c. Dadurch w\u00fcrden sich die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse in der Region ver\u00e4ndern.\u00a0Nach dem Krieg gegen den Irak 2003, der auch als Warnung und zur Einsch\u00fcchterung der anderen arabischen F\u00fchrer dienen sollte, hatte Gaddafi die drohende Gefahr erkannt. Er hatte deshalb seine Zugest\u00e4ndnisse gegen\u00fcber den Westm\u00e4chten und ihren neoliberalen Forderungen vergr\u00f6\u00dfert. Dabei ging er manchmal zu weit. Das hat seinen sozialen R\u00fcckhalt geschw\u00e4cht. Man kann Forderungen des IMF nicht nachgeben, ohne seiner eigenen Bev\u00f6lkerung Schaden zu zuf\u00fcgen. Aber sollten sich morgen Tunesien und \u00c4gypten nach links wenden, wird Gaddafi zweifellos in der Lage sein, diese Zugest\u00e4ndnisse zur\u00fccknehmen. Eine Achse des Widerstands aus Kairo, Tripolis und Tunis, die sich den USA nicht f\u00fcgt und entschlossen ist, Israel zum Nachgeben zu zwingen, w\u00e4re ein Alptraum f\u00fcr Washington. Der Sturz Gaddafis soll dies noch rechtzeitig verhindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } --><strong>Ziel 3: Die Befreiung der arabischen Welt verhindern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: small;\">Wer regiert heute \u00fcber die gesamte arabische Welt, seine Wirtschaft, seine <\/span><span style=\"font-size: small;\">Ressourcen, sein \u00d6l? Das sind bekanntlich nicht die arabischen V\u00f6lker und auch <\/span><span style=\"font-size: small;\">nicht die \u00f6rtlichen Diktatoren. Sie stehen vorne auf der B\u00fchne. Die eigentlichen Machthaber aber sitzen hinter den Kulissen. Es sind dies die USA und die europ\u00e4ischen Multis. Sie bestimmen, was in diesen L\u00e4ndern produziert oder nicht produziert wird, welche L\u00f6hne gezahlt werden, wem die Gewinne aus dem \u00d6l zuflie\u00dfen und welche politischen F\u00fchrer in diesen L\u00e4ndern eingesetzt werden. Es sind die Multis, die ihre Aktion\u00e4re auf dem R\u00fccken der arabischen Bev\u00f6lkerung reich werden lassen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: small;\">F\u00fcr die ganze arabische Welt haben die aufgezwungenen Diktaturen schwerwiegende Konsequenzen: das \u00d6l und die anderen nat\u00fcrlichen Ressourcen dienen nur <\/span><span style=\"font-size: small;\">dem Profit der Multis. Sie werden nicht dazu verwandt, die dortige Wirtschaft zu <\/span><span style=\"font-size: small;\">diversifizieren und Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. Zudem erzwingen die Multis im Tourismus, bei den Betrieben der kleinen Industrie und dem Dienstleistungssektor, <\/span><span style=\"font-size: small;\">die ihnen als Subunternehmen dienen, niedrige L\u00f6hne. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Als Folge bleiben diese Volkswirtschaften abh\u00e4ngig, weisen verzerrte Strukturen <\/span><span style=\"font-size: small;\">auf und sind nicht ausgerichtet auf die Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung. In den <\/span><span style=\"font-size: small;\">kommenden Jahren wird sich die Arbeitslosigkeit noch versch\u00e4rfen, sind doch 35% der Araber j\u00fcnger als 35 Jahre. Die Diktatoren sind Handlanger der Multis. Ihre Aufgabe ist es, deren Profite zu sichern und Widerstand zu brechen. Sie haben soziale Gerechtigkeit zu verhindern. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Die 300 Millionen Araber sind auf 20 L\u00e4nder aufgeteilt. Zurecht betrachten sie sich als eine Nation. Sie stehen vor einer entscheidenden Wahl: die Aufrechterhaltung des Kolonialismus zu akzeptieren oder unabh\u00e4ngig zu werden. Dazu m\u00fcssen sie einen neuen Weg einschlagen. Die ganze Welt um sie ist im Umbruch: China, Brasilien und andere L\u00e4nder emanzipieren sich politisch. Das erm\u00f6glicht ihnen wirtschaftlichen Fortschritt. Wird die arabische Welt zur\u00fcckbleiben? Wird sie eine Dependance der USA und Europa bleiben? Werden sie die arabische Welt weiter als Waffe f\u00fcr sich in den gro\u00dfen internationalen politischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen gegen die anderen Nationen einsetzen k\u00f6nnen? Oder wird endlich die Stunde der Befreiung f\u00fcr die arabische Welt schlagen? Diese Vorstellung versetzt die Strategen in Washington in Schrecken. Wenn ihnen die arabische Welt und ihr \u00d6l aus der Hand entgleiten, ist es zu Ende mit ihrer Herrschaft \u00fcber den Planeten. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Die USA sind eine Macht, die sich in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht im <\/span><span style=\"font-size: small;\">Abstieg befindet. Bereits jetzt wird ihre Vorherrschaft zunehmend von Deutschland, Russland, Lateinamerika und China in Frage gestellt. Dazu kommt, dass viele <\/span><span style=\"font-size: small;\">Staaten im S\u00fcden ihre Beziehungen untereinander intensivieren m\u00f6chten. F\u00fcr sie sind <\/span><span style=\"font-size: small;\">diese Beziehungen viel vorteilhafter als die Abh\u00e4ngigkeit von den USA. Die USA haben es zunehmend schwerer, ihre Position als gr\u00f6\u00dfte Weltmacht aufrecht zu erhalten. Diese Position erm\u00f6glicht es ihnen, ganze Nationen auspl\u00fcndern und den Krieg \u00fcberall dort hinzutragen, wo sie es m\u00f6chten. Wiederholen wir es: wenn sich morgen die Arabische Welt vereint und befreit, wenn die USA das \u00d6l als Waffe verlieren, werden sie in einer multipolaren Welt nur noch eine zweitrangige Macht sein. F\u00fcr die Menschheit wird dies ein gro\u00dfer Fortschritt sein: die internationalen Beziehungen werden neue Wege gehen. Die V\u00f6lker im S\u00fcden werden endlich selbst \u00fcber ihr Schicksal entscheiden k\u00f6nnen und mit der Armut Schluss machen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } --><strong>F\u00dcR WEN DIE DEMOKRATIE GEF\u00c4HRLICH IST<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } -->Die Kolonial- und Neokolonialm\u00e4chte von gestern schw\u00f6ren uns, dass sie sich\u00a0ge\u00e4ndert haben. Nachdem sie Ben Ali, Mubarak und Co. finanziert, bewaffnet,\u00a0beraten und besch\u00fctzt haben, \u00fcbersch\u00fctten uns jetzt USA, Frankreich und die\u00a0anderen mit Erkl\u00e4rungen, die auf uns Eindruck machen sollen. So beispielsweise Hillary Clinton: \u201eWir unterst\u00fctzen das Streben der arabischen V\u00f6lker nach Demokratie.\u201c Das ist total verlogen. Die USA und ihre Verb\u00fcndeten wollen auf keinen Fall eine arabische Demokratie, sie m\u00f6chten auf keinen Fall, dass die Araber \u00fcber ihr \u00d6l und ihre andere Reicht\u00fcmer entscheiden k\u00f6nnen. Sie haben deshalb alles getan, um die Demokratisierung zu bremsen und die Verantwortlichen des alten Regimes an der Macht zu halten. Wenn das scheitert, tun sie alles, den Bev\u00f6lkerungen an deren Stelle neue F\u00fchrer aufzuzwingen, die f\u00fcr sie den Widerstand des Volkes aufzul\u00f6sen haben. Die Machthaber in \u00c4gypten ergreifen gerade die brutalsten Ma\u00dfnahmen gegen Streiks. Den Krieg gegen Libyen mit der Vorstellung erkl\u00e4ren zu wollen, Washington und Paris seien nach der Erfahrung mit Tunesien und \u00c4gypten \u201ezur Einsicht gekommen\u201c, wollten sich ein gutes Gewissen schaffen oder zu mindest ihr Image aufpolieren, ist nichts anderes als ein gro\u00dfer Trugschluss. Tats\u00e4chlich ist die westliche Politik gegen\u00fcber der arabischen Welt als ein Ganzes zu sehen. Sie wird mit drei Ma\u00dfnahmen umgesetzt: 1. Aufrechterhaltung der repressiven Diktaturen. 2. Mubarak und Ben Ali werden von Figuren ersetzt, die man unter Kontrolle hat. 3. Sturz der Regierungen in Tripolis, Damaskus und Teheran, um diese \u201everloren gegangenen\u201c L\u00e4nder wieder zu kolonisieren. Die drei Ma\u00dfnahmen haben ein gemeinsames Ziel: die arabische Welt unter der eigenen Herrschaft zu halten, um sie weiter auspl\u00fcndern zu k\u00f6nnen. Demokratie ist gef\u00e4hrlich, wenn man nur die Interessen einer sehr kleinen gesellschaftlichen Minderheit repr\u00e4sentiert. Es macht den USA Angst, dass die soziale Unzufriedenheit in fast allen arabischen Diktaturen ausgebrochen ist : Im Irak (unsere Medien haben dar\u00fcber nichts berichtet) haben zahlreiche Streiks die \u00d6l- und Textilindustrie, die Energieversorgung und anderen Sektoren erfasst. In Kut haben die US Truppen eine Textilfabrik, die sich im Streik befand, umzingelt. In 16 der 18 Provinzen wurde unter Beteiligung aller Volksgruppen gegen die korrupte Regierung demonstriert, die das Volk in seinem Elend im Stich l\u00e4sst. In Bahrain war der K\u00f6nig unter dem Druck der Strasse gezwungen, jeder Familie eine Sonderzahlung von 2.650 Dollar zu versprechen. In Oman hat der Sultan Qaboos bin Said die H\u00e4lfte seiner Regierung ausgewechselt, das Mindestgehalt um 40% erh\u00f6ht und Anweisung gegeben, 50.000 Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. Selbst K\u00f6nig Fahd von Saudi Arabien m\u00fcsste 36 Milliarden Dollar frei machen, um damit Familien mit mittleren und niedrigen Einkommen zu helfen! Bei allen einfachen Menschen warf dies unvermeidlich die Frage auf: wenn sie alles dieses Geld hatten, warum haben sie es in ihren Tresoren verschlossen gehalten? Die n\u00e4chste Frage lautete: Wie viele weitere Milliarden haben sie mit Unterst\u00fctzung der USA ihren V\u00f6lkern geraubt? Und die letzte hei\u00dft: Wie kann dieser Raub beendet werden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } -->\u201e<strong>REVOLUTION FACEBOOK\u201c, gro\u00dfes Komplott der USA oder wirkliche <\/strong><strong>Revolution ?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } -->\u00dcber das Internet hat sich eine falsche Vorstellung verbreitet: die arabischen\u00a0Revolutionen w\u00e4ren von den USA in Gang gesetzt und gesteuert gewesen. Sie h\u00e4tten die F\u00e4den gezogen, um gut kontrollierte Ver\u00e4nderungen zu bewerkstelligen\u00a0und Libyen, Syrien und den Iran angreifen zu k\u00f6nnen. Alles sei \u201efabriziert\u201c\u00a0gewesen. Das Argument f\u00fcr diese These: mehr oder weniger offizielle Organe\u00a0h\u00e4tten arabische Internetaktivisten in die USA eingeladen und ausgebildet. Diese\u00a0h\u00e4tten bei der Verbreitung von Informationen eine entscheidende Rolle gespielt.\u00a0Sie w\u00fcrden eine neue Form der Revolution symbolisieren, die \u201eRevolution facebook\u201c. Diese Vorstellung von einem gro\u00dfen Komplott l\u00e4sst sich nicht aufrechterhalten.\u00a0In Wirklichkeit haben die USA alles getan, um Mubarak, der f\u00fcr sie ein n\u00fctzlicher Diktator war, m\u00f6glichst lang an der Macht zu halten, Die USA taten dies\u00a0obwohl sie wussten, dass er gesundheitlich geschw\u00e4cht und \u201eerledigt war\u201c.\u00a0In einer solchen Situation bereiten sie selbstverst\u00e4ndlich einen Plan B und\u00a0einen Plan C vor. Der Plan B sah vor, Mubarak durch einen seiner Mitarbeiter zu ersetzen. Angesichts der aufgestauten Wut des \u00e4gyptischen Volkes hatte der Plan wenig Aussicht auf Erfolg. Folglich hatten sie auch einen Plan C, d.h. mehrere Pl\u00e4ne C. So praktizieren sie es \u00fcbrigens in fast allen L\u00e4ndern, die sie unter Kontrolle halten\u00a0m\u00f6chten. Worin besteht dieser Plan? Sie kaufen sich im voraus einige Oppositionelle und Intellektuelle. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese sich dar\u00fcber im klaren sind und \u201einvestieren\u201c in deren Zukunft. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, r\u00fccken sie diese Leute auf der<strong> <\/strong>B\u00fchn<strong>e<\/strong> in den Vordergrund. Wie lange das in einer Situation funktioniert, in der die Bev\u00f6lkerung wach geworden ist, und das Regime trotz neuer\u00a0Fassade ihre Forderungen nicht einl\u00f6sen kann, ist eine andere Frage. Schlie\u00dflich ist\u00a0es seine Aufgabe, die Ausbeutung der Menschen aufrechtzuerhalten. Von einer \u201eFacebook\u201c Revolution zu sprechen, ist jedoch ein Mythos, der den Interessen der USA dient. So sehr wir seit langer Zeit auf die entscheidende Bedeutung der neuen Formen der Information und Mobilisierung \u00fcber das Internet hingewiesen haben, ist es doch eine absurde Vorstellung, Facebook w\u00fcrde die sozialen K\u00e4mpfe und Revolutionen ersetzen. Diese Vorstellung kommt den Gro\u00dfkapitalisten (deren Repr\u00e4sentant Mubarak war) gelegen. Was sie vor allem f\u00fcrchten, ist der Widerstand der Arbeiter, weil durch ihn die Quelle ihrer Profite unmittelbar bedroht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } --><strong>DIE ROLLE DER ARBEITER<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } -->Facebook ist ein Instrument in der Auseinandersetzung, sie ist aber nicht<strong> <\/strong>das Wesen der Revolution. Obige Darstellung m\u00f6chte die Rolle der Arbeiterklasse (im breiten Sinn), verdecken, die angeblich durch das Internet ersetzt w\u00fcrde. In Wirklichkeit ist die Revolution ein Kampf, bei dem die Unten denen Oben ihre Macht nehmen. Sie ist mit tiefgehenden Ver\u00e4nderungen verbunden, nicht nur bei der politischen F\u00fchrungsschicht, sondern vor allem bei den gesellschaftlichen Beziehungen, die heute die Ausbeutung erm\u00f6glichen. H\u00f6rt man auf unsere gro\u00dfen offiziellen Ideologen, dann d\u00fcrften wir schon seit l\u00e4ngerer Zeit den Begriff \u201eKlassenkampf\u201c nicht mehr benutzen. Er w\u00e4re \u00fcberholt, ja peinlich. Pech f\u00fcr Sie, dass sich der zweitreichste Mann der Welt, der Bankier Warren Buffet, bereits vor einiger Zeit an diese Vorgabe nicht gehalten hat. Er erkl\u00e4rte: \u201eEinverstanden. Es gibt Klassenkampf in Amerika. Aber meine Klasse f\u00fchrt ihn, die Klasse der Reichen, und wir gewinnen ihn..\u201c Monsieur Buffet, man sollte nie so sicher vor dem Ende des Spieles sein! Gut lacht, wer zuletzt lacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entwicklungen in Tunesien und \u00c4gypten best\u00e4tigen in \u00dcbereinstimmung mit Monsieur Buffet die Realit\u00e4t des Klassenkampfes. Wann hat Ben Ali seine Koffer gepackt? Am 14. Januar, als sich die tunesischen Arbeiter im Generalstreik\u00a0befanden. Wann hat Mubarak seinen Thron verlassen? Als ein m\u00e4chtiger Streik der \u00e4gyptischen Arbeiter die Textilindustrie, das Postwesen und selbst die offiziellen Medien zum Stillstand brachte. Joel Beinin, Professor an der Universit\u00e4t von Stanford und fr\u00fcherer Direktor an der amerikanischen Universit\u00e4t in Kairo erkl\u00e4rte dazu: \u201eIn diesen letzten zehn Jahren hat es eine enorme Welle sozialer Proteste gegeben. Mehr als 2 Millionen Arbeiter haben an \u00fcber 3000 Streiks, Sit-ins und anderen Protestformen teilgenommen. Das war der Hintergrund der revolution\u00e4ren Erhebung der letzten Wochen. In den letzten Tagen jedoch konnte man Zehntausende Arbeiter sehen, die ihre \u00f6konomischen Forderungen mit der Forderung nach Abschaffung des Mubarak-Regimes verbunden hatten.\u201c\u00a0Die arabische Revolution hat erst begonnen. Nach den ersten Erfolgen des Volkes\u00a0versucht die herrschende Klasse, die nach wie vor an der Macht ist, es mit einigen kleinen Zugest\u00e4ndnissen zu beruhigen. Obama wollte, dass sich die Strassen m\u00f6glichst schnell beruhigen und alles wie zuvor bleibt. Das kann f\u00fcr einige Zeit funktionieren, aber die arabische Revolution ist auf dem Marsch. Sie kann Jahre brauchen, aber es wird schwierig sein, sie zu stoppen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } --><strong>Ziel 4: Die afrikanische Einheit verhindern <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } -->Afrika ist der reichste Kontinent der Erde mit gewaltigen nat\u00fcrlichen Ressourcen.\u00a0Gleichzeitig ist Afrika auch der \u00e4rmste Kontinent. 57% der Bev\u00f6lkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, das hei\u00dft, von weniger als 1,25 Dollar pro Tag. Wie\u00a0erkl\u00e4rt sich dieser Widerspruch? Der Grund ist, die Multis bezahlen diese Rohstoffe nicht. Sie stehlen sie. Sie pl\u00fcndern die Ressourcen Afrikas, erzwingen niedrige L\u00f6hne, Handelsabkommen, die f\u00fcr Afrika mit Nachteilen verbunden sind, Privatisierungen, die Afrika sch\u00e4digen. Sie \u00fcben jede Form von Druck und Erpressung auf die schwachen Staaten aus, erw\u00fcrgen sie mit einer Schuldenlast, f\u00fcr die es keine Rechtfertigung gibt, installieren willf\u00e4hrige Diktatoren, provozieren B\u00fcrgerkriege in den Regionen, die sie am meisten begehren.\u00a0Afrika hat f\u00fcr die Multis eine strategische Bedeutung. Ihr Reichtum basiert\u00a0auf der Pl\u00fcnderung dieser Ressourcen. W\u00fcrden angemessene Preise f\u00fcr Gold, Kupfer,\u00a0Platin, Coltan, Phosphat, Diamanten und die landwirtschaftlichen Produkte bezahlt, w\u00e4ren die Multis viel weniger reich und die lokale Bev\u00f6lkerung k\u00f6nnte ihre Armut \u00fcberwinden. F\u00fcr die Multis in den USA und Europa ist es deshalb entscheidend, zu verhindern, dass sich Afrika vereint und emanzipiert. Afrika soll abh\u00e4ngig bleiben. Ein Beispiel hat der afrikanische Autor Jean Paul Pougala sch\u00f6n dargelegt: \u201eDie Geschichte beginnt 1992. 45 afrikanische Staaten gr\u00fcndeten die RASCOM (Regional African Satellite Comunication Organization). Es begann 1992 als 45 afrikanische Staaten die RASCOM (Regional African Satellite Communication Organization)\u00a0gr\u00fcndeten. Afrika sollte seinen eigenen Satelliten bekommen und dadurch die Kommunikationskosten auf dem Kontinent deutlich gesenkt werden. Damals waren Telefonate nach oder aus Afrika die Teuersten in der Welt. Das lag an den j\u00e4hrlichen Geb\u00fchren von 500 Millionen Dollar, die Europa f\u00fcr die Nutzung seiner Satelliten wie Intelsat selbst f\u00fcr Inlandsgespr\u00e4che verlangte. Ein eigener afrikanischer Satellit h\u00e4tte nur 400 Millionen Dollar gekostet und dem Kontinent die j\u00e4hrliche Geb\u00fchren von 500 Millionen erspart. Welcher Banker w\u00fcrde ein solches Projekt nicht finanzieren? Aber das gr\u00f6\u00dfte Problem war: Wie soll sich ein Sklave von der Ausbeutung seines Herren befreien k\u00f6nnen, wenn er dazu eben diese Herren um Unterst\u00fctzung bitten muss? In der Tat hielten Weltbank, Internationale W\u00e4hrungsfonds, die USA und Europa die\u00a0Afrikaner \u00fcber 14 Jahre hinweg mit vagen Versprechungen hin. Gaddafi hat 2006 dieses sinnlose Betteln bei den westlichen \u201cWohlt\u00e4ter\u201d mit ihren exorbitanten Zinss\u00e4tzen beendet. Der libysche Staatsf\u00fchrer legte 300 Millionen Dollar auf den Tisch. Die Afrikanische Entwicklungsbank steuerte weitere 50 Millionen bei. Die Westafrikanische Entwicklungsbank beteiligte sich mit 27 Millionen. So bekam Afrika am 26. Dezember 2007 seinen ersten Kommunikationssatelliten. Anschlie\u00dfend stellten China und Russland ihre Technologie zur Verf\u00fcgung und halfen beim Start von Satelliten f\u00fcr S\u00fcdafrika, Nigeria, Angola, Algerien. Ein zweiter Satellit f\u00fcr ganz Afrika wurde im Juli 2010 ins All geschossen. Der erste Satellit, dessen Technologie zu 100% aus Afrika kommt und in Afrika, vor allem Algerien, hergestellt wird, ist f\u00fcr 2020 geplant. Man erwartet, dass dieser Satelliten mit den Besten in der Welt konkurrieren kann und nur ein Zehntel kostet. Eine echte Herausforderung!\u00a0Eine symbolische Geste von lediglich 300 Millionen Dollar hat so das Leben f\u00fcr einen ganzen Kontinent ver\u00e4ndert. Durch Gaddafis Libyen hat der Westen nicht nur die 500 Millionen Dollar pro Jahr verloren, sondern auch die Milliarden an Schulden und Zinseszahlungen, die f\u00fcr den urspr\u00fcnglichen Kredit in alle Ewigkeit in exponentieller Weise zu zahlen gewesen w\u00e4ren. Sie h\u00e4tten dazu beigetragen, das verdeckte System der Ausbeutung des Kontinents aufrecht zu erhalten.\u00a0Es war das Libyen Gaddafis, das ganz Afrika seine erste wirkliche Revolution in der modernen Zeit erm\u00f6glichte: die Erschlie\u00dfung des ganzen Kontinent f\u00fcr Telefon, Fernsehen, Radio und viele andere Anwendungsbereiche, wie Telemedizin und Fernstudium. Zum ersten Mal gibt es dank des WiMax \u2013 Systems kosteng\u00fcnstige Internetverbindungen \u00fcber den ganzen Kontinent bis in die l\u00e4ndlichen Zonen.\u00a0Das ist eine Information, die man uns \u00fcber den b\u00f6sen Gaddafi nicht erz\u00e4hlt hat! Dass er den Afrikaner half, sich von der erstickenden Bevormundung durch den Westen zu befreien. Gibt es noch andere Informationen dieser Art, die man verschwiegen hat?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>GADDAFI HAT DEN IWF HERAUSGEFORDERT UND OBAMA MACHT AUF TASCHENDIEB<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jawohl! Gaddafi hat die Entwicklung des \u201eAfrikanischen W\u00e4hrungsfonds\u201c (AWF) unterst\u00fctzt. Er hat somit das Verbrechen begangen, den \u201eInternationalen W\u00e4hrungsfonds\u201c(IWF) herauszufordern. Es ist bekannt, dass der IWF die Entwicklungsl\u00e4nder voll erpresst. USA und Europa kontrollieren und Dominique Strauss-Kahn leitet ihn. Der IWF verleiht ihnen nur Geld, wenn diese L\u00e4nder bereit sind, ihre Unternehmen zum Profit der Multis zu verkaufen, Auftr\u00e4ge vergeben, die ihnen selbst keinen Nutzen bringen und ihre Gesundheits- und Bildungsausgaben senken. Kurz, den IWF als Bankier zu haben, bringt erheblichen Schaden.\u00a0Nun gut. Genauso wie die S\u00fcdamerikaner ihre eigene Bank, den Banco Sur,\u00a0gegr\u00fcndet haben, um den anma\u00dfenden Erpressungen des IWF die Stirn bieten zu k\u00f6nnen und selbst zu entscheiden, welche Projekte f\u00fcr sie n\u00fctzlich sind und sie finanzieren wollen, so w\u00fcrde der Afrikanische W\u00e4hrungsfonds (AWF) den Afrikanern mehr Unabh\u00e4ngigkeit bringen. Wer aber finanziert den AWF? Algerien hat 16 Milliarden beigesteuert, Libyen 10 Milliarden, zusammen sind das 62% seines Kapitals.\u00a0Unter gr\u00f6\u00dftem Stillschweigen der Medien hat Obama dem libyschen Volk einfach\u00a030 Milliarden gestohlen. Wie ist das abgelaufen? Am 1. M\u00e4rz (also vor der UN-Resolution), gab er dem US Schatzministerium die Anweisung, die Guthaben\u00a0Libyens in den USA einzufrieren. Am 17. M\u00e4rz hat man daf\u00fcr gesorgt, dass ein\u00a0kleiner Satz in die Resolution 1973 aufgenommen wurde. Er gibt die Erm\u00e4chtigung, die Verm\u00f6gen der libyschen Zentralbank und zus\u00e4tzlich der staatlichen libyschen Erd\u00f6lgesellschaft einzufrieren. Man wei\u00df, dass Gaddafi ein Verm\u00f6gen aus den\u00a0\u00d6leink\u00fcnften gebildet hat. Diese Gelder haben es ihm erm\u00f6glicht, in gro\u00dfe europ\u00e4ische Gesellschaften und in bedeutende afrikanische Entwicklungsprojekte zu investieren (vielleicht auch in bestimmte Wahlk\u00e4mpfe in Europa, aber das scheint keine wirksame Lebensversicherung zu sein). Kurz, Libyen ist ein \u00e4u\u00dferst reiches Land (mit W\u00e4hrungsreserven in H\u00f6he von 200 Milliarden Dollar). Das hat die\u00a0Begehrlichkeit einer hochverschuldeten Macht geweckt, der USA. Um einige Dutzend\u00a0Milliarden Dollar der libyschen Nationalbank f\u00fcr sich abzuzweigen, kurz, sie dem\u00a0libyschem Volk zu stehlen, hat Obama diesem Geld einfach die Bezeichnung\u00a0\u201em\u00f6gliche Quelle f\u00fcr die Finanzierung des Regime Gaddafi\u201c gegeben und die Sache war erledigt. Ein waschechter Dieb. Trotz aller seiner Bem\u00fchungen, den Westen\u00a0mit zahlreiche Zugest\u00e4ndnissen gegen\u00fcber dem Neoliberalismus zu bes\u00e4nftigen,\u00a0war Gaddafi f\u00fcr die Herrschenden in den USA schon immer ein Grund zur Sorge. Ein Telegramm der US Botschaft in Tripolis vom November 2007 beklagt sich \u00fcber\u00a0diesen Widerstand : \u201eDie Leute, die \u00fcber die politische und wirtschaftliche Orientierung Libyens entscheiden, verfolgen im Energiesektor eine zunehmend nationalistische Politik\u201c. Die generelle Verweigerung von Privatisierungen, berechtigt dies zu Bombardierungen? Der Krieg ist ganz offensichtlich die Fortf\u00fchrung wirtschaftlicher Auseinandersetzungen mit anderen Mitteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } --><strong>Ziel 5: Die Nato als Gendarm in Afrika installieren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0cm } \t\tP.western { font-size: 14pt } \t\tP.cjk { font-size: 14pt } -->Am Anfang sollte die Nato, Europa vor der \u201esowjetischen milit\u00e4rischen Bedrohung\u201c sch\u00fctzen\u201c. Folglich h\u00e4tte die Nato nach dem Ende der Sowjetunion ebenfalls verschwinden m\u00fcssen. Aber das Gegenteil trat ein:\u00a0Nach der Bombardierung in Bosnien 1995 erkl\u00e4rte Javier Solana, Generalsekret\u00e4r der Nato: \u201eDie in Bosnien gewonnenen Erfahrungen werden uns als Model f\u00fcr\u00a0zuk\u00fcnftige Operationen dienen k\u00f6nnen.\u201c In dieser Zeit hatte ich geschrieben: \u201eDie Nato fordert klar gesagt, \u00fcberall t\u00e4tig werden zu k\u00f6nnen. Jugoslawien war ein Experimentierfeld, um die n\u00e4chsten Kriege vorzubereiten. Wo werden diese stattfinden? \u201e Folgende Antwort schlug ich vor: \u201eBereich 1: Osteuropa. Bereich 2: Mittelmeer und Naher Osten. Bereich 3: Die dritte Welt generell.\u201c. Heute sind wir\u00a0dort angelangt. Dieses Programm wird heute durchgef\u00fchrt.\u00a0Bereits 1999 bombardierte die Nato Jugoslawien. Dieser Krieg hatte das Ziel, das Land dem Neoliberalismus zu unterwerfen. So wie wir es vorausgesehen hatten.\u00a0Als ich die Analysen von US -Strategen studierte, unterstrich ich folgenden Satz von\u00a0Stephen Blank. Er geh\u00f6rt zu diesen Strategen: \u201eDie Missionen der Nato werden immer mehr au\u00dferhalb ihres eigenen Bereiches stattfinden. Ihre Hauptaufgabe wird es sein, Instrument f\u00fcr die Integration von immer mehr Regionen in die westliche Wirtschaftsgemeinschaft, in den Bereich ihrer politischen und kulturellen Sicherheit, zu dienen.\u201c Immer mehr Regionen f\u00fcr den Westen zu unterwerfen! Damals schrieb ich: \u201eDie Nato ist eine Armee im Dienste der Globalisierung, eine Armee der multinationalen Konzerne.\u201c Schritt f\u00fcr Schritt verwandelt sich die Nato effektiv zum Gendarmen f\u00fcr die ganze Welt.\u201c Als die n\u00e4chsten wahrscheinlichen Ziele der Nato\u00a0nannte ich: Afghanistan, den Kaukasus, die R\u00fcckkehr in den Irak, als den Einstieg.\u00a0Heute, wo alles das tats\u00e4chlich passiert ist, fragen mich manche: \u201eLiest du aus einer\u00a0Kristallkugel?\u201c Man braucht dazu keine Kristallkugel. Es gen\u00fcgt, die Dokumente des Pentagon und der gro\u00dfen amerikanischen B\u00fcros f\u00fcr Strategiefragen zu lesen\u00a0und ihre Logik zu erfassen. Diese Papiere sind nicht geheim.\u00a0Die Logik dieses Empire ist in der Tat sehr einfach: 1. Die Welt ist eine Quelle\u00a0f\u00fcr Profite. 2. Um Wirtschaftskriege zu gewinnen, muss man die beherrschende\u00a0Supermacht sein. 3. Daf\u00fcr ist die Kontrolle \u00fcber die strategischen Rohstoffe, Regionen und Routen erforderlich. 4. Jeder Widerstand gegen diese Kontrolle muss gebrochen werden, sei es durch Korruption, Erpressung oder Krieg. Welche Mittel dazu angewandt werden, spielt keine Rolle. 5. Um weiterhin die dominante Supermacht zu bleiben, ist es absolut notwendig, zu verhindern, dass sich die Rivalen gegen den Herren verb\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die NATO HAT SICH BEREITS \u00dcBER 3 KONTINENTE AUSGEBREITET!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um ihre wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen und der Gendarm der Welt zu\u00a0werden, verbreiten die F\u00fchrer der Nato Panik:\u201c Unsere hochentwickelte, industrialisierte und komplexe Welt sei von vielf\u00e4ltigen t\u00f6dlichen Gefahren bedroht, die Klimawechsel, D\u00fcrre, Hunger, die Sicherheit f\u00fcr die Computernetze, Energiefrage betreffen\u201c. So werden nicht milit\u00e4rische, soziale und Umweltprobleme als Vorwand ben\u00fctzt, um die R\u00fcstung zu erh\u00f6hen und f\u00fcr die Interventionskriege.\u00a0Das eigentliche Ziel der Nato ist es, die UNO zu ersetzen. Diese Militarisierung der\u00a0Welt bedroht unsere Zukunft immer st\u00e4rker und ist mit gewaltigen Kosten verbunden: Die USA haben f\u00fcr 2011 einen Rekord-Milit\u00e4rhaushalt von 704 Milliarden geplant.\u00a0Das sind 2.320 Dollar pro Einwohner! Zwei Mal mehr als zu Beginn von Bush.\u00a0Dazu \u00fcbt der US Verteidigungsminister Robert Gates st\u00e4ndig Druck aus auf die Europ\u00e4er, mehr auszugeben: \u201e Die Demilitarisierung von Europa stellt ein Hindernis f\u00fcr die Sicherheit und einen dauerhaften Frieden im 21. Jahrhundert dar.\u201c Die europ\u00e4ischen Staaten haben sich bereits gegen\u00fcber den USA verpflichten m\u00fcssen, ihre Milit\u00e4rausgaben nicht zu reduzieren. Alles zum Profit der R\u00fcstungsfirmen. Die weltweite Ausdehnung der Nato hat nichts zu tun mit Gaddafi, Saddam Hussein oder Milosevic. Es handelt sich vielmehr um einen weltweit angelegten Plan mit dem Ziel, die Herrschaft \u00fcber den Planeten und seine Reicht\u00fcmer sowie die Privilegien f\u00fcr die Multis aufrechtzuhalten. Die V\u00f6lker sollen gehindert werden, ihren eigenen Weg zu w\u00e4hlen. Die Nato hat Ben Ali, Mubarak und die Tyrannen in Saudi Arabien besch\u00fctzt. Die Nato wird auch ihre Nachfolger besch\u00fctzen und nur gegen die gewaltsam vorgehen, die dem Empire Widerstand leisten.\u00a0Um Gendarm f\u00fcr die ganze Welt zu werden, geht die Nato Schritt f\u00fcr Schritt vor.\u00a0Ein Krieg in Europa gegen Jugoslawien, ein Krieg in Asien gegen Afghanistan\u00a0und jetzt in Afrika ein Krieg gegen Libyen. Das sind schon drei Kontinente! Sie hatte\u00a0gro\u00dfe Lust auch in Lateinamerika zu intervenieren und dazu vor zwei Jahren\u00a0Man\u00f6ver gegen Venezuela organisiert. Aber dort waren die Risiken zu gro\u00df, weil\u00a0sich Lateinamerika zunehmend zusammenschlie\u00dft und die \u201eGendarmen\u201c der USA\u00a0ablehnt. Warum besteht Washington so sehr darauf, die Nato als Gendarm f\u00fcr Afrika\u00a0zu installieren? Auf Grund der neuen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse, wie oben dargelegt:\u00a0Die USA befinden sich im Abstieg. Ihre Position wird von Deutschland, von Russland, von Lateinamerika und China, ja selbst von den kleinen und mittleren L\u00e4ndern der Dritten Welt, in Frage gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum spricht man nicht \u00fcber Africom? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am meisten beunruhigt Washington die wachsende St\u00e4rke Chinas. China bietet den asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen L\u00e4ndern fairere Beziehungen, kauft ihre Rohstoffe zu h\u00f6heren Preisen und ohne Erpressung, bietet Kredite zu besseren Bedingungen, \u00fcbernimmt Infrastrukturarbeiten, die f\u00fcr ihre Entwicklung hilfreich sind. China bietet ihnen eine Alternative zur Abh\u00e4ngigkeit von Washington, London oder Paris. Also, was tun, um China entgegenzuwirken?\u00a0Das Problem: eine Macht im wirtschaftlichen Niedergang hat auch gegen\u00fcber den afrikanischen L\u00e4ndern weniger finanzielle Druckmittel zur Verf\u00fcgung. Die USA haben deshalb beschlossen, ihre st\u00e4rkste Karte auszuspielen: die milit\u00e4rische Karte. Man muss wissen, dass ihre Milit\u00e4rausgaben h\u00f6her sind, als die aller anderen L\u00e4nder des Globus zusammengenommen. Seit einigen Jahren schieben sie ihre Figuren auf dem Schachbrett des afrikanischen Kontinent immer weiter voran. Am 1. Oktober 2008 haben sie \u201eAfricom\u201c (Kommando f\u00fcr Afrika) geschaffen. Der ganze afrikanische Kontinent (mit Ausnahme von \u00c4gypten) wurde unter ein einheitliches US Kommando gestellt, dem US Armee, Marine, Luftwaffe, Marinetruppen und Spezialeinheiten (f\u00fcr Landungen, Staatsstreiche, verdeckte Operationen) unterstehen. Um die US-Truppen unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen, soll das Gleiche bei der Nato passieren. Washington, das \u00fcberall Terroristen sieht, hat solche auch in Afrika gefunden, zuf\u00e4lligerweise in den Gegenden, wo es das nigerianische Erd\u00f6l und andere begehrte Rohstoffe gibt. Wer wissen will, wo die n\u00e4chsten Etappen ihres ber\u00fchmten \u201eKrieg gegen den Terror\u201c stattfinden werden, muss nur auf der Karte nach den Lagerst\u00e4tten von \u00d6l, Uran und Coltan suchen. Der Islam hat sich in zahlreichen L\u00e4ndern, darunter Nigeria, verbreitet. Damit steht das n\u00e4chste Szenario schon fest.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das eigentliche Ziel von Africom ist es, die Abh\u00e4ngigkeit Afrikas aufrecht zu erhalten, zu verhindern, das sich Afrika emanzipiert und eine eigenst\u00e4ndige Kraft wird, die sich mit China und Lateinamerika verb\u00fcnden k\u00f6nnte. Africom bildet eine unverzichtbare Waffe in den Pl\u00e4nen der Vereinigten Staaten f\u00fcr die Beherrschung der Welt. Sie m\u00f6chten sich bei der gro\u00dfen Auseinandersetzung, die um die Herrschaft \u00fcber Asien und seine Seewege begonnen hat, auf Afrika und ihre exklusive Kontrolle seiner Rohstoffe st\u00fctzen k\u00f6nnen. In der Tat ist Asien der Kontinent, wo bereits jetzt der entscheidende Wirtschaftskrieg des 21. Jahrhunderts stattfindet. Angesichts der St\u00e4rke Chinas und einer Reihe aufsteigender Volkswirtschaften, deren Interesse es ist, einen gemeinsamen Block zu bilden, ist das eine gro\u00dfe Herausforderung. Washington\u00a0m\u00f6chte deshalb Afrika vollst\u00e4ndig kontrollieren und den Chinesen die T\u00fcre versperren.\u00a0Der Krieg gegen Libyen ist folglich die erste Etappe, um Africom dem ganzen\u00a0Kontinent aufzuzwingen. Sie er\u00f6ffnet keine Phase der Befriedung f\u00fcr die Welt, sondern von neuen Kriegen, in Afrika, im Mittleren Osten, aber auch im Indischen Ozean zwischen Afrika und China.\u00a0Warum der indische Ozean? Weil, er, wie ein Blick auf die Karte zeigt, die T\u00fcre\u00a0nach China und zum ganzen asiatischen Kontinent bildet. Um diesen Ozean\u00a0zu kontrollieren, versucht Washington mehrere strategische Zonen in den Griff zu bekommen: den Mittleren Osten und den persischen Golf. Daher seine Nervosit\u00e4t\u00a0bei L\u00e4nder wie Saudi-Arabien, Jemen, Bahrain und Iran. 2. Das Horn von\u00a0Afrika, daher seine Aggressivit\u00e4t gegen\u00fcber Somalia und Eritrea. Wir werden auf diese Geostrategien in unserem Buch \u201eDie Moslemische Welt verstehen. Gespr\u00e4ch mit Mohamed Hassan.\u201c zur\u00fcckkommen, das wir in n\u00e4chster Zeit ver\u00f6ffentlichen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das gro\u00dfe Verbrechen von Gaddafi <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommen wir zur\u00fcck zu Libyen. Beim Kampf um die Kontrolle \u00fcber den\u00a0Schwarzen Kontinent, ist Nordafrika ein wichtiges Ziel. Wenn Washington ein Dutzend Milit\u00e4rbasen in Tunesien, Marokko, Algerien sowie in anderen\u00a0Afrikanischen Nationen einrichten kann, w\u00fcrde es sich den Weg frei machen, den ganzen Kontinent mit einem kompletten Netz von Milit\u00e4rbasen zu \u00fcberziehen.\u00a0Das Projekt Africom ist jedoch auf den ernst zunehmenden Widerstand der afrikanischen L\u00e4nder gesto\u00dfen. Es sagt sehr viel aus, dass keines von ihnen bereit war, den Hauptsitz von Africom auf seinem Gebiet zu akzeptieren. Washington war gezwungen, den Sitz in Stuttgart in Deutschland zu belassen, eine starke Dem\u00fctigung. Unter diesem Blickwinkel betrachtet, ist der Krieg zum Sturz Gaddafis im Grunde eine sehr klare Warnung an die afrikanischen Staatschefs. Sie sollen nicht der Versuchung erliegen, einen allzu unabh\u00e4ngigen Weg zu w\u00e4hlen. Das aber ist das gro\u00dfe Verbrechen, das Gaddafi begangen hat: Libyen hat keine Vereinbarung mit Africom und Nato akzeptiert. In der Vergangenheit hatten die USA eine wichtige Milit\u00e4rbasis in Libyen. Gaddafi hat sie 1969 geschlossen. Es liegt auf der Hand: der aktuelle Krieg hat vor allem das Ziel, Libyen wieder zur\u00fcck zu gewinnen. Es w\u00e4re ein strategischer Vorposten, der es erm\u00f6glicht, milit\u00e4risch in \u00c4gypten zu intervenieren, sollte sich dieses Land der Kontrolle der USA entziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was sind die n\u00e4chsten Ziel in Afrika?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n\u00e4chste Frage wird sein: wer ist nach Libyen an der Reihe? Welche anderen afrikanischen L\u00e4nder k\u00f6nnten von den USA angegriffen werden? Die Frage ist leicht zu beantworten. Wenn man wei\u00df, dass Jugoslawien auch deshalb angegriffen wurde, weil es sich weigerte, der Nato beizutreten, muss man sich nur die Liste der L\u00e4nder anzusehen, die nicht bereit waren, sich an Africom unter der milit\u00e4rischen\u00a0F\u00fchrung der USA zu beteiligen. Es sind 5 Staaten: Libyen, Sudan, Elfenbeink\u00fcste,\u00a0Zimbabwe, Eritrea. Das sind die n\u00e4chsten Ziele.\u00a0Der Sudan wurde geteilt. Mit internationalen Sanktionen wird auf ihn Druck\u00a0ausge\u00fcbt. Zimbabwe steht ebenso unter Sanktionen. Die Elfenbeink\u00fcste wurde in einen B\u00fcrgerkrieg gest\u00fcrzt, den der Westen gesch\u00fcrt hat. Eritrea wurde von \u00c4thiopien, dem Polizisten f\u00fcr die USA in der Region, ein furchtbarer Krieg aufgezwungen. Es steht ebenfalls unter Sanktionen. Alle diese L\u00e4nder waren oder werden noch Opfer von Propaganda- und Desinformationskampagnen werden. Ob sie von anst\u00e4ndigen und demokratischen F\u00fchren gelenkt werden oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Eritrea versucht, eine wirtschaftlich und sozial selbstst\u00e4ndige Entwicklung zu gehen Es weist die \u201eHilfen\u201c zur\u00fcck, die ihm die von Washington kontrollierte Weltbank und FMI aufzwingen wollen. Dieses kleine Land verzeichnet erste Erfolge in seiner Entwicklung, wird aber international bedroht. Auch andere L\u00e4nder sind genauso in der Schusslinie der USA, falls sie einen falschen Schritt gehen. Das gilt besonders f\u00fcr Algerien. In der Tat zahlt es sich nicht aus, seinen eigenen Weg zu gehen. Allen denen, die immer noch glauben sollten, dass dies eine \u201eVerschw\u00f6rungstheorie\u201c sei, und die USA keine Kriege planten, sondern von Fall zu Fall nur auf aktuelle Entwicklungen reagierten, erinnern wir daran, was 2007 der ehemalige General Wesley Clark (Oberkommandierender der Streitkr\u00e4fte der Nato in Europa von 1997 und 2001. Er leitete die Bombardierungen Jugoslawiens) erkl\u00e4rte: &#8222;2001 hat mir ein General im Pentagon gesagt:\u201c Ich habe soeben ein vertrauliches Memo des Verteidigungsministers erhalten: wir werden uns in den n\u00e4chsten 5 Jahren 7 L\u00e4nder vornehmen: wir beginnen mit dem Irak, dann folgen Syrien, Libanon, Somalia, Sudan und zum Schluss der Iran.\u201c Wunschvorstellungen und Realit\u00e4t weichen von einander\u00a0ab. Aber die Pl\u00e4ne liegen vor. Nur ihre Umsetzung hat sich verz\u00f6gert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Orginal: http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --> <!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">[1] Marianna Lepore, The war in Libya and Italian interests, inaltreparole.net, 22 f\u00e9vrier.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref2\">[2]<\/a> Ron Fraser, Libya accelerates German-Arabian peninsula alliance, Trumpet.com, 21 mars<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref3\">[3]<\/a> Michel Collon, <\/span><\/span><\/span><em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Isra\u00ebl, parlons-en!, <\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Bruxelles 2010, p. 172.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref4\">[4]<\/a> <\/span><\/span><\/span><em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">New York Times Magazine<\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, novembre 2006.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref5\">[5]<\/a> Interview radio Democracy now, 10 f\u00e9vrier.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref6\">[6]<\/a> J-P Pougalas, <\/span><\/span><\/span><em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Les mensonges de la guerre contre la Libye<\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, palestine-solidarite.org, 31 mars<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref7\">[7]<\/a> Michel Collon,<\/span><\/span><\/span><em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Poker menteur<\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, Bruxelles, 1998, p 160-168.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref8\">[8]<\/a> Nato after enlargement, US Army War College, 1998, p. 97.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref9\">[9]<\/a> Michel Collon, Monopoly \u2013 <\/span><\/span><\/span><em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">L\u2019Otan \u00e0 la conqu\u00eate du monde<\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, Bruxelles 2000, pp. 90 et 102).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref10\">[10]<\/a> Assembl\u00e9e commune Otan \u2013 Lloyd\u2019s \u00e0 Londres, 1er octobre 2009.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref11\">[11]<\/a> Nato Strategic Concept seminar, Washington, 23 f\u00e9vrier 2010.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.michelcollon.info\/Comprendre-la-guerre-en-Libye-2-3.html?lang=fr#_ftnref12\">[12]<\/a> Interview radio <\/span><\/span><\/span><em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Democracy Now<\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, 2 mars 2007<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>\u00dcbersetzung Bernd Duschner, Freundschaft mit Valjevo e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Michel Collon Was sind die wahren Ziele der USA? An diesem Punkt unserer \u00dcberlegungen\u00a0angelangt, k\u00f6nnen wir aufgrund mehrere Tatsachen, die These vom humanit\u00e4ren Krieg<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Den Krieg in Libyen verstehen<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[49,13],"class_list":["post-117","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-libyen","tag-libyen","tag-michel-collon","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Den Krieg in Libyen verstehen - Freundschaft mit Valjevo e.V.<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Den Krieg in Libyen verstehen - Freundschaft mit Valjevo e.V.\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"von Michel Collon Was sind die wahren Ziele der USA? An diesem Punkt unserer \u00dcberlegungen\u00a0angelangt, k\u00f6nnen wir aufgrund mehrere Tatsachen, die These vom humanit\u00e4ren Krieg\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Freundschaft mit Valjevo e.V.\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2011-07-01T19:24:35+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2011-07-19T06:30:40+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin-z\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin-z\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"35\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/den-krieg-in-libyen-verstehen\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/den-krieg-in-libyen-verstehen\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"admin-z\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/4fbd0cc7a0227a72529b76aeed6571e4\"},\"headline\":\"Den Krieg in Libyen verstehen\",\"datePublished\":\"2011-07-01T19:24:35+00:00\",\"dateModified\":\"2011-07-19T06:30:40+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/den-krieg-in-libyen-verstehen\\\/\"},\"wordCount\":6940,\"commentCount\":0,\"keywords\":[\"Libyen\",\"Michel Collon\"],\"articleSection\":[\"Libyen\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/den-krieg-in-libyen-verstehen\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/den-krieg-in-libyen-verstehen\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/den-krieg-in-libyen-verstehen\\\/\",\"name\":\"Den Krieg in Libyen verstehen - Freundschaft mit Valjevo e.V.\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2011-07-01T19:24:35+00:00\",\"dateModified\":\"2011-07-19T06:30:40+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/4fbd0cc7a0227a72529b76aeed6571e4\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/den-krieg-in-libyen-verstehen\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/den-krieg-in-libyen-verstehen\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/den-krieg-in-libyen-verstehen\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Den Krieg in Libyen verstehen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/\",\"name\":\"Freundschaft mit Valjevo e.V.\",\"description\":\"F\u00fcr Frieden, Freundschaft und V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\\\/wordpress\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/4fbd0cc7a0227a72529b76aeed6571e4\",\"name\":\"admin-z\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e180e5c39bf8c56d773eb854294072b2fec4a0a0f052f70a3cdaf696f943716d?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e180e5c39bf8c56d773eb854294072b2fec4a0a0f052f70a3cdaf696f943716d?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e180e5c39bf8c56d773eb854294072b2fec4a0a0f052f70a3cdaf696f943716d?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin-z\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Den Krieg in Libyen verstehen - Freundschaft mit Valjevo e.V.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Den Krieg in Libyen verstehen - Freundschaft mit Valjevo e.V.","og_description":"von Michel Collon Was sind die wahren Ziele der USA? An diesem Punkt unserer \u00dcberlegungen\u00a0angelangt, k\u00f6nnen wir aufgrund mehrere Tatsachen, die These vom humanit\u00e4ren Krieg","og_url":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/","og_site_name":"Freundschaft mit Valjevo e.V.","article_published_time":"2011-07-01T19:24:35+00:00","article_modified_time":"2011-07-19T06:30:40+00:00","author":"admin-z","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"admin-z","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"35\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/"},"author":{"name":"admin-z","@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/4fbd0cc7a0227a72529b76aeed6571e4"},"headline":"Den Krieg in Libyen verstehen","datePublished":"2011-07-01T19:24:35+00:00","dateModified":"2011-07-19T06:30:40+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/"},"wordCount":6940,"commentCount":0,"keywords":["Libyen","Michel Collon"],"articleSection":["Libyen"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/","url":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/","name":"Den Krieg in Libyen verstehen - Freundschaft mit Valjevo e.V.","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/#website"},"datePublished":"2011-07-01T19:24:35+00:00","dateModified":"2011-07-19T06:30:40+00:00","author":{"@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/4fbd0cc7a0227a72529b76aeed6571e4"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/den-krieg-in-libyen-verstehen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Den Krieg in Libyen verstehen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/","name":"Freundschaft mit Valjevo e.V.","description":"F\u00fcr Frieden, Freundschaft und V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/4fbd0cc7a0227a72529b76aeed6571e4","name":"admin-z","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e180e5c39bf8c56d773eb854294072b2fec4a0a0f052f70a3cdaf696f943716d?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e180e5c39bf8c56d773eb854294072b2fec4a0a0f052f70a3cdaf696f943716d?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e180e5c39bf8c56d773eb854294072b2fec4a0a0f052f70a3cdaf696f943716d?s=96&d=mm&r=g","caption":"admin-z"}}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=117"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":252,"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117\/revisions\/252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}