{"id":773,"date":"2013-05-31T09:26:37","date_gmt":"2013-05-31T09:26:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/?p=773"},"modified":"2013-05-31T09:26:37","modified_gmt":"2013-05-31T09:26:37","slug":"im-lager-der-unerwunschten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/im-lager-der-unerwunschten\/","title":{"rendered":"Im Lager der Unerw\u00fcnschten"},"content":{"rendered":"<h4>Auszug aus dem Buch &#8222;Schamland&#8220; von Stefan Selke<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Soziologe Dr. Stefan Selke ist Professor an der Hochschule Furtwangen. Seit 2006 besch\u00e4ftigt er sich mit der modernen Armenspeisung in Suppenk\u00fcchen und bei Tafeln. Er &#8222;kritisiert, dass die Politik den Sozialstaat immer mehr beschneidet und dessen im Grundgesetz verankerte Aufgaben an ehrenamtliche und private Organisationen delegiert. Tafeln, Suppenk\u00fcchen, Kleiderkammern und Co. wurden so zum Motor einer neuen Armuts\u00f6konomie. W\u00e4hrend die Mildt\u00e4tigen sich selbst feiern, werden die Empf\u00e4nger zu Menschen zweiter Klasse degradiert.&#8220;<\/p>\n<p>In seinem soeben im Econ-Verlag erschienen neuen Buch &#8222;Schamland. Die Armut unter uns&#8220;, Preis 18 EUR, berichtet Stefan Selke auch \u00fcber seinen Besuch 2011 in einer bayerischen &#8222;Sammelstelle f\u00fcr Asylbewerber&#8220;. Nachstehend der Auszug aus diesem Buch. \u00a0Wir bedanken uns bei Autor und Verlag, die uns den Abdruck genehmigt haben.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Schamland<br \/>\nDie Armut mitten unter uns<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Im Lager der Unerw\u00fcnschten<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schamland.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-779\" alt=\"Schamland. Die Armut mitten unter uns\" src=\"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schamland-190x300.jpg\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schamland-190x300.jpg 190w, https:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schamland.jpg 498w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a>Essen ist ein Ritual, Nahrungsmittel sind auch Symbole und beides zusammen Politik. Der vorhandene oder nicht vorhandene Zugang zum Lebensnotwendigsten ist Ausdruck gesel1schaftlicher Teilhabe oder der Verhinderung dieser Teilhabe.<br \/>\nAn keinem anderen Ort wird Teilhabe so systematisch verhindert wie in Sammelstellen f\u00fcr Asylbewerber.<br \/>\nInmitten der wundersch\u00f6nen bayerischen Fr\u00fchjahrsidylle besichtige ich eine solche Sammelstelle, Von den dort lebenden Menschen nur \u00bbdas Lager\u00ab genannt. Das Lager be\ufb01ndet sich in einer ehemaligen Kaserne. Vom Schloss der Stadt aus ist man in ein paar Minuten zu Fu\u00df dort. Wenn man m\u00f6chte. Aber wahrscheinlich verirren sich nur sehr wenige Touristen in diesen Teil der Stadt, ins Lager, dorthin, wo die Lebensreisen von rund 500 Menschen vorl\u00e4ufig enden. Es ist ein Un\u2013Ort, den man besser verdr\u00e4ngt, vergisst oder einfach meidet. Am Rande des halb verfallenen Spiel- und Bolzplatzes, der an den Stirnseiten von Fu\u00dfballtoren ohne Netze begrenzt wird, stehen gro\u00dfe M\u00fcllcontainer und zwei sonderbare B\u00e4ume.<br \/>\nM\u00e4chtige B\u00e4ume irgendwann einmal, Pappeln vielleicht, aber ohne \u00c4ste oder Bl\u00e4tter. Alles, was wachsen kann, wurde abges\u00e4gt. Die B\u00e4ume bestehen allein aus ihrem Stumpf. Man kann nur hoffen, dass sie in diesem Zustand \u00fcberhaupt lebensf\u00e4hig sind. Sie sehen nicht aus wie B\u00e4ume, eher wie Skulpturen \u2014 eine Metapher f\u00fcr das Leben im Lager. Nichts soll b1\u00fchen,nichts darf wachsen. \u00dcberleben ja. Leben nein. Im Lager der Unerw\u00fcnschten werden nach den Regeln einer kaum nachvollziehbaren geopolitischen Logik die Biographien der dort befindlichen Menschen verst\u00fcmmelt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber Betonplatten n\u00e4here ich mich kleinen, zweist\u00f6ckigen Baracken, blau-wei\u00df angemalt, aber so gar nicht heimatlich bayerisch. Keine alpenkulissen-schwangere Bierwerbung \u2014 stattdessen M\u00fcll Vor den Eing\u00e4ngen, kaputte Treppengel\u00e4nder, lange kahle Flure, in denen das Gegenlicht aus dem einzigen Fenster am Ende des Ganges die schmierigen Fu\u00dfb\u00f6den beleuchtet. Ger\u00fcmpel in den Ecken, vor den Zimmern, von denen jedes eine Nummer tr\u00e4gt. Und hinter jeder T\u00fcr ein gestutztes, durchnummeriertes Leben, ein Gemisch aus \u00c4ngsten, Spannungen, Hoffnungen, Aufbegehren und unterdr\u00fcckter Wut. Lachen entdecke ich \u2014 fast schon klischeehaft \u2014 nur bei den Kindern, die mir im Flur begegnen und zum Spielen nach drau\u00dfen wollen. Es w\u00e4re ein herrlicher sonniger Tag, wenn da nicht dieses Lager w\u00e4re. Jede T\u00fcr ist ein Tor in eine andere Kultur, ein anderes Schicksal, ein Vor der \u00d6ffentlichkeit verborgenes Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich besuche eine afghanische Familie. Der Vater kommt herein. Er tr\u00e4gt einen ausgestopften Vogel und wundert sich \u00fcber den unerwarteten Gast, stellt aber keine Fragen. Nach und nach kommen die restlichen Familienmitglieder zusammen, seine Frau, sein Neffe, zwei T\u00f6chter. Sie wohnen alle zusammen in zwei Zimmern. Jedes Zimmer hat Doppe1stockbetten aus Metall und pro Person einen schmalen grauen Spind. Ich erfahre, dass der Vater General war und unter den Sowjets sieben Jahre lang in Leningrad ausgebildet wurde. Der Neffe des Generals ging in Afghanistan gerne zur Jagd und hat sich zur Erinnerung an diese Zeit gerade auf dem F1ohmarkt in der Stadt einen ausgestopften Fasan gekauft. Der alte General nimmt ihn in Empfang und stellt ihn wortlos auf die Fensterbank neben ein paar Plastikblumen. Er gibt kaum merkbare Zeichen, eine Tochter holt Teetassen. Dann werde ich mit Erdn\u00fcssen und Bonbons bewirtet. Die Frau des Generals kramt diese umst\u00e4ndlich aus einer Schublade hervor. Es wirkt, als w\u00fcrde sie eine Schatztruhe \u00f6ffnen. \u00bbFruits?\u00ab, fragt der alte General. \u00bbFor sure!\u00ab\u201a antwortet er selbst. Er lacht und reicht mir die Sch\u00fcssel. Ich nehme mir einen Apfel, schneide ihn in St\u00fccke. Ich reiche ihm und seiner Frau je ein St\u00fcck, dann nehme ich mir selbst eines. Der General sitzt schweigend und ab und zu l\u00e4chelnd auf dem Sofa und sieht sich das Geschehen in dem kleinen Raum an. Nichts passiert. Irgendwann beginnen wir zu plaudern. \u00dcber Afghanistan. \u00dcber fr\u00fcher. Dann, fast am Ende des Treffens, erz\u00e4hlt der alte General die Geschichte der beiden deutschen Krankenschwestern. In den 1970er Jahren gab es in seiner Heimatstadt Kunduz ein Krankenhaus, in dem zwei deutsche Krankenschwestern arbeiteten, die als Touristinnen gekommen waren. Als sie sich schon drei Jahre im Land befanden, wurden sie wegen ihres illegalen Aufenthaltsstatus angezeigt. In ihrer Verzweiflung wandten sie sich an den Neffen des alten Generals. Dieser hatte pers\u00f6nliche Kontakte zum Gouverneur der Provinz und trug den Fall vor. Der Gouverneur bat die beiden Frauen zu sich und lie\u00df sich berichten, warum sie in Afghanistan leben und arbeiten wollten. Die Frauen erl\u00e4uterten, dass sie sich auf ihre Reise durch den Orient in das Land verliebt und beschlossen h\u00e4tten, einfach dort zu bleiben. Nachdem er sich diese Geschichte angeh\u00f6rt hatte, zerriss er vor den Augen der beiden Frauen die Anzeige und sagte: \u00bbSie k\u00f6nnen so lange in diesem Land bleiben und arbeiten, wie Sie wollen.\u00ab Die Geschichte verstand ich erst sehr viel sp\u00e4ter, als ich l\u00e4ngst wieder zu Hause war. Noch immer dachte ich an die toten B\u00e4ume und den ausgestopften Fasan auf der Fensterbank:<br \/>\nErst als ich Webseiten zum Thema Asyl recherchierte, kam mir die Geschichte wieder in den Sinn. Ich las die Forderung einer Menschenrechtsorganisation: \u00bbDer Einzelfall z\u00e4hlt.\u00ab Ich wei\u00df nicht, ob mir der alte General diese Geschichte absichtlich erz\u00e4hlt hatte oder ob sie ihm einfach zuf\u00e4llig eingefallen war. Ich wei\u00df nicht einmal, ob diese Geschichte \u00fcberhaupt wahr ist. Aber es ist mir egal, denn sie zeigt, was an der zeitgen\u00f6ssischen Asylpolitik so menschenverachtend ist. Es sind b\u00fcrokratische Regeln und kaltherzige politische Kalk\u00fcle, die den Umgang mit asylsuchenden Menschen in Deutschland bestimmen. Nicht offene Herzlichkeit und ein Sinn f\u00fcrs Menschliche. Die Geschichte des alten Generals zeigt, wie entt\u00e4uscht Menschen sein m\u00fcssen, die in einem Land leben wollen, das ihnen nicht gestattet zu bleiben. Auch wenn sie es lieben. Ein Land, das Menschen in Lagern versteckt. Statt Menschlichkeit kommt Recht zur Anwendung. Die edelste Form von Menschlichkeit \u2014 dies macht die Geschichte des alten Generals deutlich \u2013 besteht aber im Verzicht darauf, recht zu haben. Nur schweren Herzens verabschiede ich mich von der gastfreundlichen afghanischen Familie. Im Zimmer nebenan wohnt ein junger Mann aus Uganda, der seit sieben Jahren im Lager ist. Im Alter von 2o Jahren kam er nach Deutschland, ohne Papiere. Wer keine Papiere hat, erh\u00e4lt kein Taschengeld. So gibt es selbst im Lager der Unerw\u00fcnschten noch Parias.<br \/>\nMein Gespr\u00e4chspartner geh\u00f6rt zur Kategorie derer, die noch weniger als nichts haben. In der Ecke des Zimmers, das er sich seit Jahren mit wechselnden fremden Menschen teilen muss, stehen zwei Spinde mit Vorh\u00e4ngeschloss. An der Wand klebt ein Riesenposter von Bob Marley. Der Fernseher l\u00e4uft l\u00e4rmend und zeigt die Prunkwelt einer gerade stattfindenden Prinzenhochzeit. Ich frage, ob er den Fernseher ausmachen w\u00fcrde, damit wir uns unterhalten k\u00f6nnen. Er dreht den Ton ab, das Bild \ufb02ackert weiter. So als ob der Bildschirm eine Nabelschnur zu einer Welt da drau\u00dfen w\u00e4re, die auf keinen Fall abrei\u00dfen darf.<br \/>\nIm Lager kann er sich nur langweilen. \u00bbNichts, ich kann nichts machen, ich darf nichts machen\u00ab, antwortet er auf meine Frage nach seinen Aktivit\u00e4ten. Residenzpflicht. Keine Arbeitsm\u00f6glichkeit. Kaum Kontakte mit Einheimischen. Keiner meiner Gespr\u00e4chspartner hat es je gewagt, einen B\u00fcrger der h\u00fcbschen Stadt in das Lager einzuladen. Sie sch\u00e4men sich f\u00fcr die Wohnsituation. Sie sch\u00e4men sich f\u00fcr den aufw\u00e4ndig verwalteten Mangel. Sie verschweigen, wo sie wohnen, und dieses Schweigen f\u00fchrt zu noch mehr Schweigen. Der junge Mann aus Uganda zeigt mir seinen fast leeren K\u00fchlschrank. Das gelblich \ufb02ackernde Licht f\u00e4llt auf eine Packung Eier und zwei Dosen mit Bohnen. Aus dem K\u00fchlfach entnimmt er einen eingepackten Fisch, auf dem noch das Preisschild klebt. Er zeigt mir den Fisch, den sein Zimmergenosse f\u00fcr ihn gekauft hat. \u00bbDas ist alles, was ich habe. Ich kann mir nichts kaufen. Ich habe nichts mehr.\u00ab Den K\u00fchlschrank l\u00e4sst er offen, geht aus dem Zimmer und holt mir einen gelben Zettel, der zur Vorausplanung der Lebensmittelversorgung eingesetzt wird. Er klopft an, bevor er das Zimmer wieder betritt, in dem ich auf ihn warte. Wie ver\u00e4ngstigt m\u00fcssen Menschen sein, die an ihre eigene Zimmert\u00fcr klopfen? Er zeigt mir den \u203aSpeisezettel\u2039. Aus jeder der aufgef\u00fchrten Kategorien \u2014<br \/>\n\u00bbFleisch\/Fisch \/ Fertiggerichte\u00ab,<br \/>\n\u00bbMilchprodukte\u00ab\u201a<br \/>\n\u00bb0bst\u00ab\u201a<br \/>\n\u00bbGem\u00fcse\/Salat\u00ab und so weiter \u2014 d\u00fcrfen sich die Asylbewerber je zwei Produkte oder kleine abgepackte Mengen pro Woche ausw\u00e4hlen. Die Kategorien sind immer die gleichen, die Produkte sind immer die gleichen. Von Woche zu Woche. Der Hausmeister des Lagers gibt einmal pro Woche Essenspakete aus. Mit den gelben Zetteln m\u00fcssen diese zwei Wochen vorher zusammengestellt und bei einer Firma bestellt werden.<br \/>\nEin paar Blocks weiter sitzt ein junger Mann, ein christlicher Armenier aus Syrien, im Zimmer einer Frau, die aus der Mongolei stammt und seit \u00fcber einem Jahrzehnt im Lager lebt. Sie sind wohl ein Paar. Zumindest h\u00e4ngt sein Bild an dem Spiegel \u00fcber dem Waschbecken in der Ecke. Ich frage nicht weiter danach. Er war Apotheker, bevor er \ufb02iehen musste: \u00bbIn einem Lastwagen, wie Vieh, durch die T\u00fcrkei\u00ab\u201a fasst er diese Reise b\u00fcndig zusammen. Und lacht dabei, als w\u00fcrde er von einem komischen Film berichten, den er sich gestern im Kino angesehen hat. Im Hintergrund l\u00e4uft ein arabischer Sender \u2014 Bilder aus seinem Heimatland, verwackelte Amateurvideos von Menschen, die niedergeschossen wurden, blutverschmierte Hemden. Der junge Syrer schaut wie gebannt auf diese Bilder, an mir vorbei, auch w\u00e4hrend er mit mir spricht. Es ist \u00bbsein Land\u00ab\u201a wie er immer wieder sagt, die Bilder gehen ihn an, aber sie schaffen keine echte Verbindung. Er be\ufb01ndet sich in einer Zwischenwelt. Er lacht immer wieder. Lacht, als er mir aufz\u00e4hlt, wie viele Menschen in den letzten Tagen in Syrien ermordet wurden. Lacht, als er behauptet, dass jeder, der sich mehr als sechs Monate im Lager aufh\u00e4lt, psychisch krank wird. Er lebt seit gut zwei Jahren dort. Auch er hat keine Papiere. Er holt einen Stapel Kopien aus einer leeren Laptoptasche. Sie sind sein wichtigster Besitz.<br \/>\nZeugnisse, Atteste\u201a Schreiben mit irgendwelchen exotischen Logos aus exotischen L\u00e4ndern, Handgeschriebenes, Maschinen geschriebenes, Kopiertes, Gefaxtes. Wie so oft fehlt das einzig bedeutende Papier, der Pass. Der junge Mann w\u00fchlt in dem Stapel, so als wolle er mit aller Gewalt dieses fehlende Dokument zum Vorschein bringen. Einzig sein Ablehnungsbescheid taucht auf. seitenweise unverst\u00e4ndliches Beamtendeutsch, fast mehr Paragraphenzeichen als Buchstaben. Kein normaler Mensch kann dies verstehen, schon gar nicht ein Mensch, der gerade Deutsch lernt, egal wie sehr er sich bem\u00fcht. Aber zwei Worte sind unterstrichen, \u00bbGefahr von Folter\u00ab und \u00bbAndrohung der Todesstrafe\u00ab. Fast stolz weist der Mann darauf hin. Als w\u00e4re noch eine weitere Best\u00e4tigung notwendig, laufen gleichzeitig die bunten Bilder im Hintergrund weiter. Die Fernsehsendung ist das beste Dokument, das er heute vorweisen kann.<br \/>\nIch will noch eine weitere Familie besuchen und gehe zur Familienbaracke \u00fcber den Hof. Ein abgrundtiefes Gef\u00fchl der Trauer und erstickter Hoffnung macht sich bei mir breit. Ein Mann holt mich ein und rei\u00dft mich aus meinen Gedanken. Er will unbedingt mit mir sprechen, mir seine Geschichte erz\u00e4hlen. In unglaublich kurzer Zeit hat sich meine Anwesenheit herumgesprochen. Der Mangel an Privatheit im Lager beschleunigt den Informationsaustausch. Der Mann, der mir folgte, ist schwarz. Sehr schwarz. Seine Augen blicken gleichzeitig zornig und \u00e4ngstlich aus tiefen Augenh\u00f6hlen. Zun\u00e4chst ist da ein Angstre\ufb02ex. Aber ich kann sp\u00fcren, dass sich sein Zorn nicht auf mich richtet. Wir gehen nebeneinander her, ein St\u00fcck weit. Nur dieses winzige St\u00fcck Normalit\u00e4t kann ich ihm bieten. In der Hand h\u00e4lt er eine Packung Hartweizengrie\u00df. \u00bbWho wants to talk to me?\u00ab\u201a will er von mir wissen. Auf eine Vorstellung verzichtet er. Die Menschen hier haben wohl gelernt, dass sie direkt zur Sache kommen m\u00fcssen \u00bb1ch habe Hunger. Es reicht nicht\u00ab, sagt er. Und dass er von den Mitarbeitern eines Wohlfahrtsverbands, die im Lager arbeiten, Schuhe bekommt, die nicht passen, Kleider, die kratzen und bei ihm Ausschlag am Hals verursachen.<br \/>\nDass das Essen nicht reicht, weil er stark sei und Hunger habe. Dass er von niemandem Geld bekomme und nicht verstehe, warum die einen so und die anderen so behandelt w\u00fcrden. Dann sagt er einen Satz, den ich schon in der Welt der Tafeln immer wieder geh\u00f6rt habe: \u00bbIch will mir selbst etwas kaufen.\u00ab Niemand will abgespeist werden mit Almosen oder Lebensmittelpaketen. \u00bbDo you understand?\u00ab\u201a so endet jeder Satz.<br \/>\nMeist fragt er es gleich zweimal hintereinander. Immer wieder zeigt er mir die Packung mit Grie\u00df. \u00bbIch habe mir diese Packung von einem anderen Lagerbewohner geliehen, ich habe nichts mehr. Ich koche mir nachher diese Packung und dann habe ich wieder nichts mehr.\u00ab Er h\u00e4lt die Packung hoch, pocht mir den Fingern der anderen Hand darauf. \u00bbGrie\u00df\u201a Grie\u00df! Sonst nichts, that\u2019s all. Das reicht nicht. It\u2019s not enough! Do you understand? Do you understand?\u00ab Er regt sich auf, das ist nicht gut f\u00fcr ihn, sagt er. Er hat Diabetes. Aufregung ist nicht gut f\u00fcr ihn, aber er kann nichts dagegen unternehmen. Er will sich gesund und angemessen ern\u00e4hren, aber wie? Es reicht nicht, und niemand nimmt R\u00fccksicht auf seine Krankheit.<br \/>\nDann fragt er: \u00bbWhen do you come back?\u00ab Ich wei\u00df es nicht. Aber ich wei\u00df, dass ich mich gerade auf einer Skala von Gleichg\u00fcltigkeit in Richtung Widerstand bewegt habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">bieten. In der Hand h\u00e4lt er eine Packung Hartweizengrie\u00df. \u00bbWho wants to talk to me?\u00ab\u201a will er von mir wissen. Auf eine Vorstellung verzichtet er. Die Menschen hier haben wohl gelernt, dass sie direkt zur Sache kommen m\u00fcssen \u00bb1ch habe Hunger. Es reicht nicht\u00ab, sagt er. Und dass er von den Mitarbeitern eines Wohlfahrtsverbands, die im Lager arbeiten, Schuhe bekommt, die nicht passen, Kleider, die kratzen und bei ihm Ausschlag am Hals verursachen.<br \/>\nDass das Essen nicht reicht, weil er stark sei und Hunger habe.<br \/>\nDass er von niemandem Geld bekomme und nicht verstehe, warum die einen so und die anderen so behandelt w\u00fcrden. Dann sagt er einen Satz, den ich schon in der Welt der Tafeln immer wieder geh\u00f6rt habe: \u00bbIch will mir selbst etwas kaufen.\u00ab<br \/>\nNiemand will abgespeist werden mit Almosen oder Lebensmittelpaketen. \u00bbDo you understand?\u00ab\u201a so endet jeder Satz.<br \/>\nMeist fragt er es gleich zweimal hintereinander. Immer wieder zeigt er mir die Packung mit Grie\u00df. \u00bbIch habe mir diese Packung von einem anderen Lagerbewohner geliehen, ich habe nichts mehr. Ich koche mir nachher diese Packung und dann habe ich wieder nichts mehr.\u00ab Er h\u00e4lt die Packung hoch, pocht mir den Fingern der anderen Hand darauf. \u00bbGrie\u00df\u201a Grie\u00df! Sonst nichts, that\u2019s all. Das reicht nicht. It\u2019s not enough! Do you understand? Do you understand?\u00ab Er regt sich auf, das ist nicht gut f\u00fcr ihn, sagt er. Er hat Diabetes. Aufregung ist nicht gut f\u00fcr ihn, aber er kann nichts dagegen unternehmen. Er will sich gesund und angemessen ern\u00e4hren, aber wie? Es reicht nicht, und niemand nimmt R\u00fccksicht auf seine Krankheit.<br \/>\nDann fragt er: \u00bbWhen do you come back?\u00ab Ich wei\u00df es nicht.<br \/>\nAber ich wei\u00df, dass ich mich gerade auf einer Skala von Gleichg\u00fcltigkeit in Richtung Widerstand bewegt habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auszug aus dem Buch &#8222;Schamland&#8220; von Stefan Selke Der Soziologe Dr. Stefan Selke ist Professor an der Hochschule Furtwangen. 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