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Verständigung suchen und Krieg vermeiden

Unsere Friedenskundgebung am dritten Adventssonntag

Über 40 Bürger haben sich am Sonntag, den 14. Dezember 2025, an einer Mahnwache unseres Vereins „Freundschaft mit Valjevo e.V.“ im Stadtzentrum von Pfaffenhofenfür den Frieden beteiligt.

Bei seiner Begrüßung verurteilte Bernd Duschner die massive militärische Aufrüstung durch die Bundesregierung. Sie werde unvermeidlich zu tiefgreifenden Kürzungen bei Renten, Gesundheitswesen, Bildung und bei den Sozialleistungen führen. Mit Waffenexporten in Kriegsgebiete gieße die Bundesregierung Öl ins Feuer und mache sich mitschuldig am Leid und Tod Hunderttausender Menschen. In ihrer Ansprache warnte die Ärztin Ingrid Pfanzelt von den Internationalen Ärzten gegen Atomkrieg (IPPNW) vor der wachsenden Gefahr eines Krieges. Sie zitierte Nato – Generalsekretär Mark Rutte, der vor wenigen Tagen erklärt hatte „Wir müssen uns auf ein Ausmaß von Kriegen vorbereiten, wie sie unsere Großeltern und Urgroßeltern ertragen mussten“. Diese Vorbereitung auf den Kriegsfall, so Pfanzelt unter Hinweis auf den „Operationsplan Deutschland,“ sei bereits voll im Gange. Die Wehrpflicht wird wieder eingeführt. Wirtschaft, Infrastruktur und auch das Gesundheitswesen werden für den Kriegsfall vorbereitet. Mit 1.000 verletzten Soldaten pro Tag müsse laut dem Operationsplan bei einem konventionellen Krieg gerechnet werden. Zur Aufrechterhaltung der Kriegsfähigkeit soll dann die Wiederherstellung der verwundeten Soldaten Vorrang vor der Behandlung ziviler Patienten haben. Statt sich auf den Kriegsfall zu konzentrieren, so Pfanzelt, sollten sich die verantwortlichen Politiker vielmehr auf die Verhinderung eines Krieges, die Wiederaufnahme von Gesprächen und um eine Verständigung mit der russischen Seite bemühen. Aufgabe von uns Bürgern sei es, eine solche Friedenspolitik von den Regierenden einzufordern. Abschließend empfahl Klaus Stampfer als Vertreter der DFG/VK jetzt den Antrag auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen zu stellen, da bei Ausrufung des Spannungsfalles alle Männer im Alter von 18 – 60 Jahren eingezogen werden können. Kriegsdienstverweigerung ist Sand im Getriebe der Kriegstreiber.