Benefizkonzert mit dem serbischen Trio Miss

23. September 2018 um 20 Uhr im Rathaussaal Pfaffenhofen.
Erlös für Krankenhaus in Damaskus

Das Trio „MISS“ kommt aus Valjevo. Seit mehr als einem Jahrzehnt spielen die Violinistinnen Suzana Radovanovic, Snezana Stezanovic mit der Pianistin Milica Prodanovic in verschiedenen Ensembles zusammen und prägen mit ihrem vielfältigen Engagement das musikalische Leben in ihrer Stadt. Über 200 Konzerte haben die Musikerinnen bereits gegeben, darunter in den größten Konzerthallen Serbiens wie der Kolarac National Theater Hall, der Gallery SANU und dem Cultural Center of Belgrad, sowie in Slowenien und der Bundesrepublik. Das Trio „MISS“ hat seinen eigenen Stil gefunden, dem heutigen Zuhörer klassische Musik in einer modernen und ansprechenden Weise zu präsentieren. In Pfaffenhofen werden „MISS“ Stücke von F. Schubert, A. Dvorak, Mozart, J. Offenbach, H. White, Brahms und Schostakowitsch spielen. Beim abschließenden „Forellenquintett“ von Franz Schubert werden Marie-Therese Daubner, Cello, und Dr. Stefan Daubner, Kontrabass, mitwirken. 

Trio Miss

Der Erlös dieses Benefiz-Konzertes ist für das Italienische Krankenhaus der Don Bosko Schwestern in Damaskus bestimmt. Obwohl in Syrien wegen der gegen das Land verhängten Sanktionen medizinische Geräte und Medikamente nur schwer zu beschaffen sind, haben seine Ärzte und Mitarbeiter ihre Arbeit trotz der Gefahren des Krieges und der Not stets fortgeführt und bis heute Tausenden von Verletzten und Kranken geholfen.

23. September 2018 um 20 Uhr im Rathaussaal Pfaffenhofen.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Veranstalter: „Freundschaft mit Valjevo e.V.“

Unvergessliche Tage in Pfaffenhofen

Schüler aus Valjevo wären gerne noch länger geblieben

Der Abschied von unserer Stadt Pfaffenhofen und ihren Gastfamilien fiel den 12 serbischen Schülern schwer, als sie am Sonntag, den 22. Juli 2018, in München ihren Bus zurück nach Valjevo stiegen. Eine ganze Woche lang hatten sie einen Einblick in Ausbildung, Berufswelt und kulturelles Leben bei uns gewinnen können. Untergebracht bei örtlichen Familien waren sie von diesen liebevoll betreut und umsorgt worden.
Es war ein dichtes Programm, das unser Verein „Freundschaft mit Valjevo“ für die 12 Schüler mit ihren beiden Deutschlehrerinnen Biljana Ristovic und Bojana Vukelic vorbereitet hatte. Dazu gehörten ein Empfang bei Bürgermeister Roland Dörfler und eine vergnügliche Stadtführung, bei der sie Stadtrat und Heimatforscher Reinhard Haiplick über die geschichtliche und aktuelle Entwicklung unserer Kreisstadt informierte. Einen ersten Einblick in unser Bildungssystem bekamen die Jugendlichen im Schyren – Gymnasium. Dort verbrachten sie einen Unterrichtstag und waren vom offenen Klima an der Schule, der herzlichen Aufnahme und der guten technischen Ausstattung tief beeindruckt. Bei AUDI in Ingolstadt zeigte ihnen die Jugendvertretung die praktische Ausbildung an modernsten Maschinen. Die engagierten Jugendlichen erläuterten ihren serbischen Besuchern zudem an anschaulichen Beispielen die Bedeutung ihrer Arbeit als der Interessenvertretung für die jungen Mitarbeiter. Natürlich durfte anschließend ein Besuch im AUDI-Museum nicht fehlen. Wie die Arbeit in modernen Industriebetrieben bei uns organisiert ist und sich vollzieht, konnten die serbischen Jugendlichen bei Betriebsführungen bei Sankyo in Pfaffenhofen und Wolf Heizungsbau in Mainburg sehen. Wichtige kulturelle Sehenswürdigkeiten lernten sie in der 2. Wochenhälfte bei Tagesausflügen nach München, Regensburg und Nürnberg kennen. Museumsbesuche wie im Albrecht-Dürer Haus in Nürnberg oder im höchst informativen NS-Dokuzentrum in München rundeten das Programm ab. Dort setzten sich die Schüler mit dem leider auch heute noch aktuellen Thema des „Rassismus“ und der ethnischen Säuberungen auseinander.

Die Vertreibung Hunderttausender Serben 1995 aus der Krajna und 1999 aus dem Kosovo unter den Augen der eingerückten Nato-Truppen liegt nur wenige Jahre zurück.Trotz dieser Programmfülle blieb noch genügend Zeit für zwei Nachmittage in unserem Freibad, einem Abend mit einer Belgrader Band im Biergarten des „Bürgerbräu“ in Wolnzach, einer Grillparty mit ihren Gasteltern und Stadtrat Manfred „Mensch“ Mayer im Internationalen Kulturgarten, und einem, allerdings stark verregneten Besuch im Tierpark Hellabrunn unmittelbar vor ihrer Rückfahrt. Die leichte Trauer bei den Schülern beim Abschied, aber auch ihre Freude über die vielen interessanten Eindrücke und die gemachten Erfahrungen waren deshalb gut verständlich. Ihr und unser besonderer Dank aber gilt den Gastfamilien. Ohne ihre Unterstützung wäre dieser Besuch nicht möglich gewesen.

Reisebericht im lokalen TV Sender „VA Plus“: https://goo.gl/7y5cUW

Gastfamilien für Schüler aus Valjevo gesucht

12 Jugendliche besuchen für eine Woche unsere Stadt

In der Woche vom 15. bis 22. Juli wird wie jedes Jahr seit 2000 auf Einladung unseres Vereines wieder eine Schülergruppe aus Valjevo Pfaffenhofen besuchen. Begleitet werden sie von ihren beiden Deutschlehrerinnen Biljana Ristovic und Bojana Vikolic. Für die Jugendlichen suchen wir dringend noch Gastfamilien.

Es sind Schüler und Schülerinnen im Alter von 16 bis 18 Jahren, die Mitte Juli für eine Woche nach Pfaffenhofen kommen. In Valjevo besuchen sie das Gymnasium oder eine der verschiedenen Mittelschulen, die sie auf ihren zukünftigen Beruf vorbereitet. Sie alle lernen seit einigen Jahren Deutsch und sind von ihrer Schule wegen guter Leistungen für diese Reise ausgewählt worden. Unser Verein hat für sie ein informatives und interessantes Programm vorbereitet, bei dem sie Einblick in das Leben in unserer Stadt, Schulen, Betriebe und Natur bekommen sollen und zu dem auch Tagesausflüge nach München, Regensburg und Nürnberg gehören.

Mit der diesjährigen Gruppe kommen der 18 jährige Djorde Krunic und die 17 jährige Marija Plavsa. Beide besuchen in Valjevo die Medizinische Schule. Derzeit machen sie eine Ausbildung im Krankenhaus als Krankenpfleger bzw. Krankenschwester und möchten anschließend ihr Studium als Ärzte aufnehmen. Von Freunden, die in den Vorjahren in Pfaffenhofen waren, haben sie bereits viel über unsere Stadt gehört und sind überglücklich, jetzt selbst diese Möglichkeit zu erhalten. Dabei sind auch die beiden Freundinnen Sara Blagojevic und Julia Bozanic. Die 16 jährigen Mädchen sind Schülerinnen des renommierten Musikgymnasiums „Zivorad Grbic“ von Valjevo und spielen seit ihrer Kindheit leidenschaftlich Klavier. Auf ihren Bericht über Pfaffenhofen werden ihre Mitschüler besonders gespannt sein, werden doch Ende September der Chor unseres Schyrengymasiums gemeinsam mit jungen Musikern ihrer Schule in beiden Städten die Oper „Dido und Äneas“. Schirmherren der Konzerte werden der deutsche Botschafter in Belgrad und der serbische Botschafter in Berlin sein. Dabei sein in Pfaffenhofen wird auch der 18 jährige Gymnasiast Filip Nikolic. Ausländische Filme werden im serbischen Fernsehen in der Regel in der Originalsprache mit Untertiteln ausgestrahlt. Auf diesem Weg hat Filip sein Deutsch gelernt und seine Liebe zu unserem Land entdeckt. Mit ihm kommt Igor Leki, der aus einem kleinem Dorf nahe von Valjevo stammt und dort mit Eltern, Großeltern und Geschwistern zusammenlebt. Er möchte Mechatroniker werden und Deutsch ist für ihn eben die Sprache von Technik und Wissenschaft, denen sein Interesse gehört.

Familien, die bereit ist und die Möglichkeit haben, Schüler aus der Gruppe für diese Woche bei sich aufzunehmen, den bitten die Freunde von Valjevo, sich bei Ulrich Wandersleb, Tel: 0151-55656499 bzw. Bernd Duschner, 0171-3374658 zu melden oder per E-Mail mit uns Kontakt aufzunehmen: www. Bernd@Freundschaft-mit-Valjevo.de

70 Jahre Israel – 70 Jahre Nakba

Freitag, 15. Juni, 20 Uhr, im Hofbergsaal Pfaffenhofen:
Referentin: Nirit Sommerfeld
Thema: DAHEIM ENTFREMDET. Kenntnisse aus meinem Mutterland Israel, als Besatzerstaat

Seit über 50 Jahren hält Israel das Westjordanland und die Golanhöhen besetzt. In den besetzten Gebieten errichtet Israel auf beschlagnahmten palästinensischen Boden immer mehr neue Siedlungen, die ausschließlich für jüdische Bürger bestimmt sind. Im Gazastreifen müssen 2 Millionen Palästinenser zusammengepfercht auf engsten Raum leben. Es sind zum weit überwiegenden Teil Flüchtlinge und ihre Kinder, die 1948 bei der Gründung Israels vertrieben worden sind. Um den Gazastreifen hat die israelische Regierung 1994 eine 52 km lange Sperranlage errichtet. Seine Bewohner können ihn nur mit Sondergenehmigung der israelischen Behörden verlassen.

Wie leben die Palästinenser unter dieser Besatzung? Wie prägt die Besatzung und die
damit verbundene Militarisierung die israelische Gesellschaft und das Denken seiner
Bürger? Was könnte und sollte unser Land tun, damit das Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung geachtet wird, die Besatzung ein Ende findet und Israelis und Palästinenser gleichberechtigt im Frieden zusammenleben können?

Nirit Sommerfeld

Nirit Sommerfeld wurde 1961 in dem Wüstenstädtchen Eilat am Roten Meer in Israel geboren. Mit 8 Jahren kam sie nach Oberbayern. Nach dem Abitur und Schauspielausbildung am Mozarteum in Salzburg hat sie als Schauspielerin am Theater und für Film und Fernsehen gearbeitet. Von 2007 – 09 ging Nirit Sommerfeld erneut in ihr Geburtsland Israel, entschied sich allerdings aus politischen und persönlichen Gründen für die Rückkehr. Seit 2010 konzipiert und begleitet sie politische Reisen nach Israel und Palästina, um Interessierten einen differenzierten Blick auf die aktuelle Situation in der Region zu ermöglichen. Sie ist Geschäftsführerin des Vereins „Bündnis für die Beendigung der israelischen Besatzung BIB e.V., den sie 2016 mit Rupert Neudeck, Rolf Verleger u.a. gegründet hat.

Auf dem Weg zum Krieg mit Russland ?

Jürgen Wagner spricht bei uns am Donnerstag, 3. Mai,
20 Uhr, Taverne Jannis, Ingolstädter Str, 13

Wir haben alle den Atem angehalten, als USA, Großbritannien und Frankreich vor wenigen Tagen Syrien mit über 100 Marschflugkörpern angegriffen haben. Vorausgegangen war eine hysterische Kampagne
gegen die syrische und russische Regierung wegen eines angeblichen Giftgaseinsatzes in Ostghouta, für die es bis heute keinen Beleg gibt.

Seit den 90er Jahren verfolgen USA und Nato eine wachsend aggressive Politik gegen Russland. Erklärtes Ziel der USA ist es dabei, ihre Stellung als die einzig und allein bestimmende Weltmacht zu behaupten, einen Wiederaufstieg Russlands und eine multipolare Welt zu verhindern.

In seinem Vortrag wird Jürgen Wagner, Politikwissenschaftler und Experte für sicherheitspolitische Fragen, zeigen, wie die Nato vom Krieg gegen Jugoslawien 1999 über ihre Osterweiterung und den gewaltsamen Umstürzen in Georgien und der Ukraine immer stärker an die russischen Grenzen heranrückt, das Land einkreist und massive militärische Kräfte an seinen Grenzen aufbaut (Schnelle Eingreiftruppen, Flottenpräsenz im Schwarzen Meer, Aufbau eines Raketenschildes). Wagner wird auch die hinter dieser Politik stehenden Interessen und strategischen Überlegungen erläutern. Das sind wichtige Informationen für unseren Kampf für Frieden und Verständigung mit unseren russischen Nachbarn.

Jürgen Wagner ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Informationsstelle Militarismus in Tübingen, die viele interessante Studien und Analysen für die Friedensbewegung erstellt. Er ist Autor des sehr lesenswerten Buches „Nato-Aufmarsch gegen Russland“.