Konzert für den Frieden mit AEHAM AHMAD

Sonntag, 30. April, 20 Uhr, im Festsaal des Rathauses:
Konzert für den Frieden mit AEHAM AHMAD
Der Pianist aus dem Flüchtlingslager Jarmuk

Aeham Foto 2Aeham Ahmad stammt aus Jarmuk, einem großen Stadtteil und palästinensischen Flüchtlingslager in Damaskus. Es war im aktuellen Krieg in Syrien immer wieder Zentrum schwerster Kämpfe. Weltberühmt wurde Aeham Ahmad durch sein Klavierspiel mitten in den Trümmern des weitgehend zerstörten Lagers Jarmuk. Der 1988 geborene Musiker spielte auf einem Klavier, das er für seine Auftritte auf einem Wasserwagen durch die zerbombten Straßen fuhr. Er wollte vor allem den Kindern und Jugendlichen Hoffnung geben und vertonte zunächst Texte seiner Freunde mit einfachen Akkorden und schwungvollen Refrains. Aber auch mit Beethoven, Bach sowie Chopin, Jazz oder Mozart und vielen selbst geschriebenen Liedern schenkte er den Menschen seiner Heimat mitten im Krieg und den Zerstörungen ein wenig Freude und Hoffnung.
Seit seinem fünften Lebensjahr hatte Aeham Ahmad Klavier spielen gelernt. Sein Vater, ein Instrumentenbauer, gab ihm den ersten Unterricht. 2005-2007 studierte er am Konservatorium in Damaskus und anschließend von 2007 bis 2011 an der musikalischen Fakultät der Baath-Universität in Homs. 2011 musste Aeham Ahmad sein Studium wegen des beginnenden Krieges abbrechen und kehrte nach Yarmuk zurück. Nachdem Dschihadisten des IS, für die klassische Musik eine Sünde ist, sein Klavier vor seinen Augen verbrannten, floh er über die Balkanroute nach Deutschland. Seine ersten Auftritte hatte Aeham Ahmad im Oktober 2015 bei einem Konzert für Flüchtlinge und ehrenamtlichen Helfern in München. Inzwischen hat er sein Publikum mit seiner Musik und seinen Liedern bei bereits mehr als 200 Konzerten in Deutschland und Italien begeistert.

2015 wurde Aeham Ahmad mit dem Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit,
Armutsbekämpfung und Inklusion ausgezeichnet.

Veranstalter: „Freundschaft mit Valjevo e.V.“
Eintritt an der Abendkasse 10 EUR, Ermäßigung für Schüler, Studenten und Arbeitslose 5 EUR.

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