Nicht mit Kriegslügen zur Schlachtbank führen lassen!

Unsere Bevölkerung will keinen Krieg. Sie weiß, dass sie dabei nur Haus und Hof, Familie und eigenes Leben verlieren kann. Ihr gehören keine Rüstungsfabriken und wird für sich keinen Reichtum und keine Bodenschätze gewinnen. Wer sie zum Schlachtfeld führen will, muss sie belügen: Die andere Seite hat uns angegriffen, sie hat Verbrechen gemacht, die wir nie begehen würden. Beweise? Braucht es nicht! Ehre und  Gewissen zwingen zum sofortigen Handeln. Das wusste schon Hitler, als er am 31. August 1939 als Polen verkleidete SS Leute den deutschen Sender Gleiwitz „angreifen“ ließ. Stunden später verkündete er: „ Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen.“ Ohne Lügen kein Krieg, das wusste auch US-Präsident Johnson. Der angebliche Angriff nordvietnamesischer Schnellboote auf amerikanische Zerstörer am 4. August 1964 im Golf von Tonking, mit dem er sich die Zustimmung des Kongresses zum gnadenlosen Bombardieren geben ließ, hat nie stattgefunden. Weit mehr als 2 Millionen Vietnamesen verloren in diesem grausamen Krieg ihr Leben. Millionen vietnamesische Bauern wurden mit ihren Familien in Lagern hnter Stacheldraht eingesperrt, ihre Dörfer mit Napalm bombardiert, ihre Wälder, Reis – und Obstfelder großflächig mit dioxinhaltigen Herbiziden vergiftet. Chemische Kriegsführung, wer hat darin größere Erfahrung als das US-Militär? Lügen standen am Beginn der Kriege gegen den Irak 1990 und 2003. Am 10. Oktober 1990 erklärte eine junge Kuwaiterin unter Tränen vor dem US Kongress, sie habe mit eigenen Augen gesehen, wie „die irakischen Soldaten mit Gewehren in das Krankenhaus kamen…, die Säuglinge aus den Brutkästen nahmen, die Brutkästen mitnahmen und die Kinder auf dem kalten Boden liegen ließen, wo sie starben.“ Die herzzereißende „Brutkastengeschichte“, inszeniert von einer amerikanischen PR-Agentur funktionierte: der US-Senat gab Präsident Bush sen. die erforderliche Zustimmung für den längst vorbereiteten Krieg. Die Lügen von den Massenvernichtungsmitteln Saddam Husseins, mit denen sein Sohn Bush jun. und der britische Premier Blair Überfall und Besetzung des ölreichen Iraks 2003 rechtfertigten, haben wir gut in Erinnerung. Wer aber spricht noch über die Hunderttausenden toten Iraker und die Foltergefängnisse von Abu Ghraib? Jetzt geht es gegen Assad und den Russen. Sie sollen Giftgas in Douma eingesetzt haben, behaupten zumindest die islamistischen Aufständischen und die mit ihnen kooperierenden Weißhelme, die der  früheren britischen Geheimdienstoffizier  James Le Mesurier gegründet hat. Sie wissen: Nur ein Eingreifen der USA kann die Islamisten noch vor der endgültigen Niederlage retten. Wer fragt schon nach, weshalb die syrische Regierung den USA mit dem Einsatz chemischer Waffen den gewünschten Vorwand  liefern sollte? Auf Bitten der syrischen Regierung waren am 12. April Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Damaskus eingetroffen, um den Wahrheitsgehalt der Anschuldigungen zu überprüfen. Für Trump, May und Macron war Eile geboten, sie mussten den Inspektoren zuvorkommen und haben am 14. April Syrien mit über 100 Marschflugkörpern angegriffen. UN Charta und Völkerrecht verbieten Gewaltandrohung und Gewalt gegen andere Staaten, es sei denn, es liegt ein entsprechender Beschluss des UN-Sicherheitsrates vor. Die Regelung soll einen Krieg zwischen den  Atommächte durch einseitiges militärisches Vorgehen verhindern. Es muss bestürzen, dass Merkel, wie im Fall des Irak 2003, und ihr SPD Außenminister Maaß trotzdem für diesen Völkerrechtsbruch Verständnis geäußert haben. Wer sein Leben schätzt und seine Familie liebt, sollte jetzt schleunigst selbst für die  Einhaltung des Völkerrechts und Frieden aktiv werden.

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