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KRIEG UND CHAOS IN NAHOST

Freitag, 26. Oktober, 20 Uhr, im Hofbergsaal Pfaffenhofen

Journalist Aktham Suliman

Aus Arabischer Sicht:

Krieg und Chaos herrschen heute im Nahen Osten. Millionen verzweifelter Menschen sind auf der Flucht, auch zu uns nach Europa. Während die blutigen Kämpfe in Afghanistan, Irak und Syrien noch weitergehen, ist mittlerweile der Iran ins Visier der USA gerückt. Eine Lähmung  der iranische Wirtschaft mittels Sanktionen soll auch dort einen „Regimechange“ einleiten.  Der Journalist Aktham Suliman stammt aus Syrien. Er hat in Berlin Publizistik, Islamwissenschaften und Politologie studiert. Von 2002 – 2012 arbeitete Aktham Suliman in der Bundeshautstadt als Korrespondent für den arabischen Nachrichtensender Al Jazeera, bevor er wegen dessen zunehmend tendenziösen Berichterstattung kündigte. Einer breiten Öffentlichkeit ist der Nahostexperte durch seine Teilnahme an TV – Diskussionsrunden und Talkshows wie u.a. mit Maybrit Ilner bekannt.

Dürfen wir weiter zu den Sanktionen gegen Syrien schweigen?

Brief einer amerikanischen Ärztin aus Latakia

Seit 2011 haben EU und Bundesregierung umfassende Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen Syrien verhängt. Die Auslandskonten des syrischen Staates  und Firmen wurden „eingefroren“, Importe aus, Exporte nach und Investitionen in Syrien verboten. Die Sanktionen sind bewußt so gestaltet, dass sie die Wirtschaft des Landes weitgehend lahmlegen, künstlich Massenarbeitslosigkeit schaffen und die Bevölkerung in Armut und Elend treiben, damit sie sich gegen die eigene Regierung erhebt. 

Unser Verein fordert seit Jahren die Aufhebung der unmenschlichen und völkerrechtswidrigen Sanktionen. Gleichzeitig leisten wir humanitäre Hilfe für die syrische Bevölkerung. Aktuell sammeln wir für das Italienische Krankenhaus Gelder für den Einkauf dringend benötigter medizinischer Geräte, so u.a. für EKG, Laryngoskope, Spritzpumpen, aber auch für Bettwäsche. Wer bei dieser humanitären Hilfe mitwirken möchte, den bitten wir um Spenden auf unser Konto bei der Sparkasse Pfaffenhofen IBAN DE06 7215 1650 0008 0119 91, Stichwort: Krankenhaus Damaskus. 

Nachfolgend ein Schreiben der amerikanischen Ärztin Lilly Martin Sahiouni an  Bernd Duschner. Die Übersetzung aus dem Englischen hat Jürgen Jung erstellt.

Lieber Herr Duschner, ich möchte Ihnen zu Syrien schreiben, und Sie können den Text veröffentlichen.

Ich heiße Lilly Martin, bin eine amerikanische Bürgerin und lebe seit über 25 Jahren  in Latakia in Syrien. Seit 40 Jahren bin ich mit einem Syrer verheiratet. Bevor ich nach Syrien auswanderte, arbeitete ich als Ärztin in Kalifornien.

Latakia liegt an der Küste und ist eine Hafenstadt. Aber der Tourismus bildet die wichtigste Einkommensquelle, da es ein Badeort ist.  Neben den Stränden gibt es noch zwei bekannte Luftkurorte, die nur eine Stunde Fahrtzeit entfernt sind und wegen ihrer kühlen Bergluft im Sommer wichtige Ziele für Touristen darstellen.

Ich hatte in Syrien niemals religiöse Konflikte erlebt. Dank des säkularen Charakters der syrischen Regierung hatte jedermann vor dem Gesetz die gleichen Rechte, und untereinander verhielten sich die Syrer aller Glaubensrichtungen freundlich, ja herzlich. Ich kann mich an die Angriffe von USA und Nato gegen Jugoslawien erinnern, und ich stellte mir damals die Frage, ob etwas Ähnliches hier passieren könnte.  

Dann kam der Angriff der USA auf den Irak. Syrien war davon nicht betroffen, abgesehen davon, dass es 2 Millionen Flüchtlinge aufnahm. 2010 reisten Angelina Jolie und Brad Pitt nach Syrien, um irakische Flüchtlinge in Damaskus zu besuchen. Sie trafen sich mit dem syrischen Präsidenten Assad und seiner Frau, um ihnen für ihre Hilfe für die Flüchtlinge zu danken. 

Nicht lange, nachdem ein riesiges Gasfeld vor der Küste Syriens entdeckt wurde, begann der Angriff von USA und Nato in Syrien. Ich dachte, die Krise würde nur kurz andauern, weil ich wußte, dass die Mehrheit der syrischen Bürger die Ideologie  eines radikalen Islam nicht unterstützte. Es gab eine kleine Minderheit, die der Ideologie der Muslim-Brüder folgte, aber eine kleine Minderheit kann keine Revolution machen. Diese Leute bauten jedoch nicht auf die Unterstützung der syrischen Bevölkerung, sie hatten die gesamte westliche Welt hinter sich, die USA, Großbritannien, Deutschland, die EU, Frankreich, Kanada und Australien. Als sie Fußtruppen brauchten, riefen sie Al Qaeda aus Europa, Afrika und Asien ins Land. Bald hatte die US-Nato-Kriegsmaschine alle benötigten Truppen und Waffen beisammen.   

Zwischenzeitlich wurden meine Nachbarn getötet. Das kleine christliche Dorf Kessab nahe Latakia wurde von türkischem Militär angegriffen, das mit den US-Nato-Terroristen zusammenarbeitete. Mein eigenes Haus dort wurde zerstört, meine Nachbarn enthauptet. Das war 2014, und wir können immer noch nichts in Kessab instandsetzen, da die Terroristen in Idlib so nah sind und noch immer, wie gerade vor zwei Wochen, Raketen auf Kessab abfeuern. 

Die Krankenhäuser sind geöffnet, und es gibt Ärzte. Wegen der Sanktionen der USA und der EU werden Medikamente für die Chemotherapie allerdings nicht mehr kostenlos ausgegeben. Sie dürfen nicht importiert werden. Syrien hatte für alle Bürger eine kostenlose medizinische Versorgung. Die westlichen Pharmafirmen verkaufen nichts direkt nach Syrien, weil sie wegen der Sanktionen Angst haben, strafrechtlich belangt zu werden. Ich habe Firmen beschworen, Medikamente zu schicken. Sie haben aber panische Angst, wegen eines Verstoßes gegen die Sanktionen strafrechtlich verfolgt zu werden und Bußgelder zahlen zu müssen.  Ich habe viele Firmen angeschrieben, ohne jeden Erfolg. Ich habe den US- Kongreß  diesbezüglich angeschrieben, ohne je eine Antwort zu bekommen. Im Westen hergestellte Medikamente müssen deshalb zu überhöhten Preisen im Libanon gekauft werden.

Tatsache ist: Damaskus, Aleppo, Homs und Latakia sind sichere, funktionierende  Orte, die heute wie ganz normale Städte aussehen. Warum also kommen wir wirtschaftlich nicht voran? Weil die Wirtschaftssanktionen der USA und der EU verhindern, dass die Syrer arbeiten, importieren, exportieren und ein normales Leben    führen können. Die syrische Bevölkerung wird kollektiv von den westlichen Nationen bestraft, weil wir schuldig sind, den Krieg der US-Nato-Kriegsmaschine gegen uns überlebt zu haben.    

Händler, die Maschinen aus dem Ausland importieren möchten, um Syrien wieder aufzubauen und zu sanieren, werden daran gehindert, weil es für jede Bank auf der Welt ein Verstoß gegen Gesetze ist, Geld von einem Händler in Syrien zur Bezahlung zu akzeptieren. Aufgrund der Sanktionen von USA und EU ist es jedermann in Syrien verboten, Bestellungen aufzugeben oder irgendetwas zu importieren – d. h. null Chance für Aufbau und wirtschaftliche Erholung!

Letztendlich müssen die westlichen Bürger der USA, Nato und EU ihre Mitschuld an der Zerstörung Syriens einräumen. Sie sind keineswegs unschuldig. Sie sind Wähler und leben unter demokratisch gewählten Führungen. Wenn ihnen die Außenpolitik gegenüber Syrien gleichgültig ist und sie zu beschäftigt sind, um Bedenken hinsichtlich der Verwendung ihrer Steuern zu äußern – in  diesem Fall zur Finanzierung von Terrorismus –  dann müssen sie auch ihre Mitschuld akzeptieren. Das Abschlachten meiner Freunde und Nachbarn war kein syrisches Projekt. Die Pläne dazu wurden  in Europa entwickelt, und die Treffen der „Freunde Syriens“ fanden dort statt. 

Alle Europäer müssen sich entscheiden, ob sie Teil der Lösung oder Teil des Problems sein möchten. 


DIDO UND AENEAS

Gemeinsame Opernaufführung der Musikschule Valjevo und des Gymnasiums Pfaffenhofen 

In der 2. Septemberhälfte fuhr der Chor unseres Schyrengymnasiums unter Leitung von Dr. Stefan Daubner für eine Woche nach Valjevo. Dort studierten sie gemeinsam mit dem Jugendorchester des Musikschule von Valjevo unter Leitung von Suzana Radovanovic die Oper „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell ein. Bei ihrem Aufenthalt lernten die Pfaffenhofener Schüler die serbische Stadt kennen, besuchten Schulen, Museen, Galerien, orthodoxe Klöster und wurden in Belgrad vom deutschen Botschafter empfangen.

Nach der glanzvollen Aufführung der Oper am 21. September im überfüllten Centar za kulturu in Valjevo vor 650 Zuhörern ging es mit dem Bus gemeinsam nach Pfaffenhofen. Nach einigen Tagen weiterer Proben und Tagesausflügen nach München und zum Donaudurchbruch in Weltenburg fanden in der Georg-Hipp- Realschule am 27. und 28. September zwei weitere Konzerte statt.Nachfolgend eine Besprechnung der Aufführungen von Herrn Dr. med. Eberle:

So muss Oper

Sensationelle Opernaufführung in Pfaffenhofen

Man nehme ein Tau als Requisit. Man nehme ca. 50 Schüler als Sänger, Instrumentalisten und Solisten, dazu einige Lehrer. Dann noch Kostüme, Lichttechnik, Tontechnik, Regie, Choreografie und finanzielle Unterstützung. Und schon hat man ein wegweisendes europäisches Schul- und Kulturprojekt. 

Na ja, ganz so einfach ist es nicht. Man braucht herausragende PädagogInnen und einen langen Atem und ein Jahr Zeit zum Proben und viel viel Leidenschaft. 

Ende September wurde die Oper Dido und Aeneas von Henry Purcell in der Realschule Pfaffenhofen aufgeführt. Wohlgemerkt von Schülern. Ein ziemlich ehrgeiziges und gewagtes Unterfangen, schon deshalb, weil die Akteure weit auseinander in verschiedenen Ecken Europas leben und unterschiedliche Sprachen sprechen. Auch deshalb weil Schüler und nicht Musikprofis an den Instrumenten sitzen und als Solisten auftreten und den Chor stellen. 

Die aufgeführte Oper spielt in Nordafrika. Die Geschichte dazu wurde von einem Italiener (dem Römer Vergil) aufgeschrieben. Ein Engländer (Henry Purcell) hat um 1688 daraus eine Oper gemacht. Bayerische und serbische Schüler haben diese Oper erklingen lassen. Mit großem Erfolg in Serbien und in Deutschland. 

Es gibt zur Zeit eine politische Gruppierung, die sich die Albernen für Deutschland nennen oder so ähnlich. Diese Leute fordern, den Unterricht und die Kultur auf deutschnationale Inhalte einzuengen. Kultur war aber immer schon multikulturell. Wenn man sich in der Musik, der Schriftstellerei, der bildenden Kunst, bei Theater und Tanz nicht von all den anderen Künstlern der Welt inspirieren lässt, dann verfällt man schnell der geistigen Inzucht. So verkommt die Kultur zu einer gestrigen nationalen Tölpelei, was man anhand des Dritten Reiches gut studieren kann. 

Zurück zur Story von Vergil und Purcell. Das ist eine ziemlich verschwurbelte Liebesgeschichte mit unglücklichem Ausgang. Die handelnden Personen sind auf vielfache Weise gefesselt und gebunden. Das wird durch das Tau symbolisiert. Sie binden sich, werden aneinander gebunden. Sie sind aber auch gefesselt an ihre sonstigen Pflichten, an Karthago, an das zu gründende Rom, an die Götter, bei Purcell an Hexenzauber und Geisterglauben. Aber ist das nicht im richtigen Leben auch so, dass wir nicht können was wir wollen und nicht dürfen was wir sollen? Fast alle Menschen stecken fest in unbewussten Strukturen, sie sind nicht frei und können damit nicht bewusst handeln. So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Am Ende tötet sich Dido. Der Vorgang wird nicht gezeigt, aber angedeutet durch das Tau, das Dido zur Schlinge knüpft. Purcell wiederum bekam dadurch die Möglichkeit zu einer hochdramatischen Arie. 

Die Musik von Purcell ist arg artifiziell und oft harmonisch extremen Wendungen unterworfen. Höfisch noble Musik von 1688. Schwierig für die Sänger und auch für das Publikum. 

Genau hier beginnt die ganze Geschichte noch einmal richtig spannend zu werden. Denn bei jedem Schritt wird die Angelegenheit komplexer. Am Ende stehen die Schüler und ihre Reaktionen und das Publikum. Es ist kaum zu glauben, wie intensiv und voller Energie die Schüler das singen und spielen. Sie wirken auf der Bühne überhöht und besonders. Nach der Vorstellung sind sie dann übrigens wieder ganz normale junge Leute. Aber wenn sie spielen und singen dann haben sie eine ungeheure Konzentration und Ausstrahlung. Dann sind sie wirklich mythische Figuren. Man kann die Intensität gar nicht fassen. Das Publikum wird von den Stimmen und von der Musik in einen hypnotischen Bann gezogen. 

Das serbische Schülerorchester aus Valjevo begleitete professionell und geradezu beiläufig, und Chor und Solisten waren mit größtem Eifer bei der Sache. Vor vielen Jahren gab es einmal im Gnadenthal-Gymnasium in Ingolstadt eine Aufführung der Beggar`s Opera.  https://de.wikipedia.org/wiki/The_Beggar%E2%80%99s_Opera
Auch damals war es ergreifend die Begeisterung der Schüler und Lehrer und ihre absolute Hingabe zu erleben. 
Wenn man eine Oper in einem professionellem Zusammenhang erlebt, dann meistens aus 25 Metern Entfernung distanziert im Mezzopiano. Ziemlich perfekt aber man ist wenig ergriffen. Ganz anders im Saal in Pfaffenhofen. Da wirkt alles näher und unmittelbarer. Man ist geradezu erschüttert. Deshalb ist der enthusiastische Applaus am Ende völlig verständlich. 

Grandioses Zusammenspiel

Zum Konzert des Trios „Miss“ aus Valjevo

Unser Benfiz-Konzert mit dem Trio „MISS“ war ein großer Erfolg. Nachfolgend die Kritik von Dieter Sauer, Leiter des Dieter-Sauer Kammerorchesters und langjähriger Lehrbeauftragter für Violine an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Trio Miss im Rathaussaal, Pfaffenhofen

Anlässlich der Zusammenarbeit des Schyren-Gymnasiums und der Musikschule in Valjevo (Serbien) bei der Einstudierung und mehreren Aufführungen der Oper „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell gestalteten drei Insrumentallehrerinnen der serbischen Musikschule als Trio „Miss“ ein Konzert im Festsaal des Rathauses. Dabei erlebten die Zuhörer eine Demonstration perfekten Zusammenspiels. Wurden die Erwartungen des Publikums von den rein technischen Fähigkeiten der drei Damen schon bei Weitem übertroffen, konnte man mehr und mehr ein kongeniales Zusammenspiel bewundern. Dies wurde umso deutlicher, als sich die Musikerinnen insbesondere im ersten Teil des Programms viele Freiheiten in Form von größeren und kleineren, häufig sehr überraschenden agogischen Verläufen nahmen. Bis in kleinste Tempoverzögerungen- und steigerungen gelang ein frappierender Gleichklang. Darüber hinaus war man erstaunt, dass selbst Frequenz und Amplitude des Vibratos wie selbstverständlich abgestimmt erschienen und bogentechnische Varianten wie z.B. das Spiccato in völlig gleicher Ausführung zu hören waren. Der Eindruck überaus temperamentvollen Musizierens entstand nicht zuletzt durch die vorbildliche, auf hoher Bogengeschwindigkeit beruhende Strichtechnik, wie man sie gerne jedem Violinschüler als beispielhaftes Muster empfehlen möchte. Aber auch die Darstellung sensibelster Passagen gelang vortrefflich. All dies wurde im Übrigen durch intensiven, interessant zu beobachtenden Augenkontakt zwischen den Geigerinnen Suzanna Radovanovic und Snezana Stevanovic und der Pianistin Milica Prodanovic möglich, die ihren Part in völligem Gleichklang mit ihren Partnerinnen unaufdringlich präsentierte. Dass die beiden Geigerinnen Zwillingsschwestern sind, mag ein tieferer Grund für die verblüffende Übereinstimmung im Musizieren sein.

Im ersten Teil des Programms waren mit Ausnahme des Ungarischen Tanzes Nr. 5 von Johannes Brahms gängige Einzelstücke oder aus dem Zusammenhang genommene Sätze wie z.B. die Serenade von Franz Schubert, die Humoreske von Anton Dvořak, der Türkische Marsch von Wolfgang Amadeus Mozart und die Barcarole von Jaques Offenbach – allesamt in Bearbeitungen für zwei Violinen und Klavier – zu hören. Hier hätte man sich zumindest ein originales zyklisches Werk in dieser Trio-Besetzung gewünscht. Diese Erwartung wurde dann nach der Pause erfüllt. Denn der zweite Teil begann mit den 6 Stücken für 2 Violinen und Klavier von Dimitry Schostakowitsch, die sowohl durch die melancholischen als auch durch die sich ins Virtuose steigernden raschen Sätze bestachen.

Als sehr beeindruckender Abschluss erwies sich schließlich die Darbietung des Variationssatzes aus dem Forellenquintett von Franz Schubert. Die Mitwirkung von Marie-Therese Daubner als Cellistin und von Stefan Daubner als Kontrabassist war ein sichtbares und hörbares Zeichen für die überaus glückliche Zusammenarbeit zwischen den Musikern aus Valjevo und Pfaffenhofen. Die Wiedergabe des Satzes gelang in hervorragender Weise.

Nach dem Konzert mit freiem Eintritt bat Bernd Duschner, der Vorsitzende des Vereins „Freundschaft mit Valjevo“, um eine Spende für das Don-Bosco-Krankenhaus in Damaskus zur Anschaffung dringend benötigter medizinischer Geräte und Bettwäsche. Über 700 EUR kamen zusammen.

Krankenhaus in Damaskus bittet um Unterstützung

Wir bitten um Spenden auf unser Konto bei der Sparkasse  Pfaffenhofen, IBAN DE06 7215 1650 0008 0119 91, Stichwort Krankenhaus Damaskus. 

   Benefiz-Konzert von „MISS“ diesen Sonntag im Rathaussaal

Die syrische Bevölkerung leidet seit 7 Jahren unter einem blutigen Krieg. Dazu kommen die Wirtschaftssanktionen, die dem Land Importe aus dem westlichen Ausland fast unmöglich machen. Das gilt auch für Medizintechnik. Die Leiterin des „Italienisches Krankenhaus“ der Don Bosco Schwestern in Damaskus, Schwester Carol Tahhan, hat unseren Verein „Freundschaft mit Valjevo e.V.“ erneut um finanzielle Unterstützung gebeten. Das Krankenhaus benötigt dringend eine Reihe  medizinischer Geräte, Bettwäsche und Kleidung für Patienten. Mit einem Infostand am Samstagvormittag am Hauptmarkt und einem Benefiz – Konzert des serbischen Trios „MISS“ am Sonntag, den 23.September, um 20 Uhr im Rathaussaal, eröffnen wir eine Spendensammlung. Der Eintritt zum Konzert von „MISS“ , die Stücke von F. Schubert, A. Dvorak, W.A. Mozart, J. Offenbach, H. White, J. Brahms und D. Schostakovich spielen werden, ist frei.

Carol Tahhan stammt aus Aleppo.  Bevor sie sich entschloß, zu den Don Bosco Schwestern zu gehen, hatte sie Chemie studiert. Seit zwei Jahren leitet die energische Ordensfrau deren Krankenhaus in der syrischen Hauptstadt. Mittlerweile, berichtet sie, ist die Situation in Damaskus selbst sicher. Die Bevölkerung könne ohne Angst vor Mörserangriffen und Beschüssen auf die Straße und zur Arbeit gehen. Allerdings herrsche bittere Armut und es sei schwierig, Arbeit zu finden. Deshalb möchte sie die benötigte Bettwäsche und Kleidung für Patienten wieder von den Frauen herstellen lassen, die im vergangenen Jahr mit Spendengeldern aus Pfaffenhofen zu Schneiderinnen ausgebildet wurden. Viele Verletzte und Kranke, schreibt sie, seien in den letzten Monaten aus den früher von Aufständischen kontrollierten Gebieten von Daryya, Suweida und Ghouta in das Krankenhaus der Don Bosco Schwestern gekommen. Im Rahmen des Programmes „Offenes Krankenhaus“ würden sie kostenlos aufgenommen, behandelt und psychisch wieder aufgebaut. Unter ihnen seien Menschen, die Schreckliches durchgemacht haben und bis zu den Knochen abgemagert sind. Das Krankenhaus selbst habe größte Probleme, da es an Ärzte und qualifizierten Pflegekräften fehle. Wegen des Krieges hätte ein Großteil von ihnen das Land verlassen. Für die Zurückgebliebenen unter Leitung von Chefarzt Dr.  Joseph Fares bedeute dies doppelte Arbeit, eine Belastung bis zur Erschöpfung. Zudem mangelt es an medizinischen Geräten. Gehe ein Apparat kaputt, könne man ihn meist nicht mehr reparieren, da Ersatzteile kaum zu bekommen seien und die erforderlichen Techniker schwer zu finden sind. 

Schwester Tahhan hat dem Pfaffenhofener Verein jetzt eine Liste kleinerer medizinischer Geräte (Kardiogramme, Laryngoskope, Oximeter u.a.) gesandt, deren Kauf unser Verein über Spenden finanzieren möchte. Gleichzeitig soll das Geld auch für die Herstellung von Bettwäsche und Kleidung für Patienten verwendet werden. Wer bei dieser wichtigen humanitären Hilfe mithelfen möchte, den bitten wir um Spenden auf unser Konto bei der Sparkasse Pfaffenhofen, IBAN DE06 7215 1650 0008 0119 91, Stichwort „Krankenhaus Damaskus“. Gerne erstellen wir eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt.