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Dr. Michaela Karl, Lehrbeauftragte Hochschule für Politik, München<br>
Michaela Dietl, Akkordeonistin, Komponistin, Sängerin „Streitbare Frauen aus 3 Jahrhunderten“

Dr. Michaela Karl, Lehrbeauftragte Hochschule für Politik, München
Michaela Dietl, Akkordeonistin, Komponistin, Sängerin
Hofbergsaal, Hofberg 7, Pfaffenhofen / Ilm
Montag, 8. März 2010, 20.00 Uhr
Internationaler Frauentag
Erwachsene 6,00 EUR, Arbeitslose, Schüler frei

Wenn sie kompromisslos für ihre überzeugung eintreten und sich über gesellschaftliche und politische Konventionen hinwegsetzen, sind Männer Helden - und Frauen fanatisch. Michaela Karl porträtiert Frauen, die wie Antigone im antiken Mythos ihr Gewissen über das Gesetz stellten. Die sich couragiert für Frauen- und Menschenrechte, für Freiheit und Frieden einsetzten - wenn nötig, auch mit Gewalt. Ihr hoher moralischer Anspruch an sich selbst und andere bewahrte sie jedoch nicht vor Fehlentscheidungen, doch trugen sie ohne Furcht die Konsequenzen ihres radikalen Handelns. Mit feinem Gespür für innere Widersprüche und Selbstzweifel zeichnet Michaela Karl auf der Grundlage von Briefen, Tagebüchern, Schriften und Erinnerungen beeindruckende Lebenswege gegen den Strom nach:

  • Charlotte Corday, die Mörderin Jean Paul Marats
  • Mathilde Franziska Anneke, die badisch-pfälzische Amazone
  • Harriet Tubman, der Moses ihres Volkes
  • Bertha von Suttner, die Streiterin für den Weltfrieden
  • Vera Figner, die Gefangene des Zaren
  • Clara Zetkin, die Grande Dame der deutschen Arbeiterbewegung
  • Emmeline Pankhurst, die Queen der Suffragetten
  • Constance Markievicz, die rebellische Gräfin
  • Emma Goldman, die gefährlichste Frau der Vereinigten Staaten
  • Tina Modotti, die Jeanne d’Arc mit der Kamera
  • Tamara Bunke, die Companera Che Guevaras
  • Phoolan Devi, die Königin der Banditen

Michaela Karl wurde 1971 in Niederbayern geboren und wuchs in der niederbayerischen Marktgemeinde Hengersberg auf. Sie besuchte bis 1981 das St.-Gotthard-Gymnasium der Nachbargemeinde Niederalteich. Nach dem Schulabschluss begann sie an der Universität Passau Politikwissenschaft, Geschichte und Psychologie zu studieren. Später wechselte sie an die Ludwig-Maximilians-Universität München und an die Freie Universität Berlin, an der sie schließlich 2001 promovierte. Mit ihrer Dissertation legte sie die erste wissenschaftliche Arbeit über Rudi Dutschke vor, die sich schwerpunktmäßig mit den von ihm propagierten theoretischen und politischen Positionen auseinandersetzt. Nach einem Lehrauftrag an der Universität der Bundeswehr München, wo sie ihre Habilitation über die Revolution in Bayern vorbereitet, ist Michaela Karl derzeit Lehrbeauftragte für politische Theorie mit Schwerpunkt Sozialismus und Revolutionsforschung an der Hochschule für Politik in München. Zu den Münchner Turmschreibern wurde sie 2009 berufen. Michaela Karl ist verheiratet und lebt heute wieder an der Donau. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit entstanden weitere Bücher, in denen sie sich den Biografien von Rebellen und Vorkämpfern der bayerischen Geschichte widmet. In Sozialrebellen in Bayern schildert sie das Leben der drei Räuber und Volkshelden Matthias Klostermayr, Michael Heigl und Mathias Kneißl. In Bayerische Amazonen schuf sie Kurzportraits von Carry Brachvogel, Emerenz Meier, Mechtilde Lichnowsky, Lena Christ, Emmy Noether, Zenzl Mühsam, Claire Goll, Liesl Karlstadt, Therese Giehse, Carola Neher, Gret Palucca und Olga Benario, die alle emanzipiert und radikal für die Verwirklichung ihrer Ziele eingetreten sind. 2005 erschien mit Höllische Grüße ihr erster Roman, der 2008 mit Grüße von der Singlefront fortgesetzt wurde. (Nach Verlagsinformationen und wikipedia.de)