
Sonntag, 10. Mai, 19 Uhr, im Hofbergsaal, Pfaffenhofen
Referent: Dr. Moshe Zuckermann
Professor em. für Geschichte und Philosophie, Tel Aviv, Israel
Israel führt Krieg: In Gaza hat sein Militär die Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser und Gebetshäuser, die Lebensgrundlagen von über 2 Millionen Palästinensern völlig zerstört und ein Trümmerfeld hinterlassen. Im Westjordanland, das unter israelischer
Militärherrschaft steht, terrorisieren bewaffnete Siedlerbanden straflos die Bevölkerung. Dort findet eine ethnische Säuberung statt. In Syrien und im Libanon richtet Israel „Pufferzonen“ ein und vertreibt die einheimische Bürger. Den Iran hat es nach seinem Angriffskrieg im Juni 2025 jetzt erneut im Februar 2026 mit US-Unterstützung überfallen und einen Krieg initiiert, der dabei ist, den gesamten Nahen Osten zu erfassen.
Mit Professor Moshe Zuckermann wollen wir diskutieren: Wie erklärt sich die aggressive Außenpolitik Israels? Welche politischen und ideologischen Ziele will seine Führung damit erreichen? Was denkt die israelische Bevölkerung über den Völkermord in Gaza, die Entrechtung und Vertreibung der Palästinenser im Westjordanland, den Krieg im Libanon und gegen den Iran? Welche Auswirkungen haben die ständigen Kriege auf die Lebensbedingungen der israelischen Bevölkerung und die Wirtschaft? Wie hat sich mit diesen Kriegen die Lage der Palästinenser in Israel selbst verändert? Wie steht es um die Friedensbewegung in Israel? Welche Chancen bestehen für einen Wandel der israelischen Politik und eine Aussöhnung mit seinen arabischen Nachbarn?