
Die Konfrontation zwischen den europäischen Nato-Staaten und der Russischen Föderation im Ukraine-Krieg verschärft sich: Auf Sanktionen und Einfrieren russischer Gelder folgt die Kaperung von Schiffen seiner „Schattenflotte“. Auf Lieferung von Soldatenhelmen folgten Artilleriegeschütze, Kampfpanzer und Kampfdrohnen, die Ziele tief in Russland zerstören können.
Brigade-General a.D. Vad, militärischer Berater der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel, warnt bereits: „Es kommt der Tag, wo sie Vergeltungsschläge auf Europa, auf Deutschland durchführen. Erst konventionell und wenn es sein muss, gehen sie eine Etage höher.“
Sind wir dabei, in einen offenen Krieg mit Russland zu schlittern? Ist es nicht höchste Zeit für Verhandlungen? Kann man mit Putin verhandeln?
Michael von der Schulenburg hat Wirtschaftswissenschaften studiert. Sein Studium führt ihn u.a. an die London School of Economics, die Ecole Nationale d`Administration (ENA) und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE). Mehr als 34 Jahre war Schulenburg weltweit im Rahmen von Friedens- und Entwicklungsmissionen der UNO tätig und arbeitete auch für kurze Zeit bei der OSZE in Wien. Zu seinen Langzeitentsendungen gehörten Haiti, Pakistan, Iran, Irak und Sierra Leone. Ab 1992 bekleidete Schulenburg leitende Positionen in Friedens- und Entwicklungsmissionen der UNO und war in seinen letzten acht Jahren als beigeordneter UN-Generalsekretär tätig. Seit 2024 ist Schulenburg unabhäniger Abgeordneter im Europäischen Parlament. Dort ist er Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und im Ausschuss für Sicherheit und Verteidigung.