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Dr. Werner Rügemer, Lehrbeauftragter an der Uni Köln<br>
Fachmann für Wirtschafts- und Bankenkriminalität, Sachbuchautor, Publizist<br>
Wissenschaftlicher Beirat von Attac<br>
Vorsitzender von Business Crime Control 2007-2009 Arbeit ohne Sicherheit

Dr. Werner Rügemer, Lehrbeauftragter an der Uni Köln
Fachmann für Wirtschafts- und Bankenkriminalität, Sachbuchautor, Publizist
Wissenschaftlicher Beirat von Attac
Vorsitzender von Business Crime Control 2007-2009
Gaststätte Pfaffelbräu, Pfaffenhofen / Ilm, Hauptplatz 42
Samstag, 1. Mai 2010, 20 Uhr
Eintritt 6 EUR, Arbeitslose und Schüler frei

Der aus der Oberpfalz stammende Werner Rügemer studierte Literaturwissenschaft in München, Tübingen, Berlin und Paris. 1979 promovierte er mit der Dissertation „Philosophische Anthropologie und Epochenkrise. Studie über den Zusammenhang von allgemeiner Krise des Kapitalismus und anthropologische Grundlegung der Philosophie am Beispiel Arnold Gehlens“ an der Universität Bremen zum Dr. phil.

Er war von 1975 bis 1989 Redakteur der pädagogischen Monatszeitschrift „Demokratische Erziehung“ und arbeitet seit 1989 als freier Autor, Berater und Lehrbeauftragter an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.
Werner Rügemer ist ein Experte auf dem Feld der Banken- und Unternehmenskriminalität. Mit seinen Veröffentlichungen, Vorträgen, Hörfunk-Interviews und gelegentlichen Fernsehauftritten wurde er im deutschsprachigen Raum bekannt. In dem dokumentarischen Kino-Film „Let's make money“ in der Regie von Erwin Wagenhofer erläutert er den Verkauf der Wiener Straßenbahnen im Rahmen eines Cross-Border-Leasing-Vertrages.

Nicht nur Niedriglöhnerei und Hartz IV sind Unrechtssysteme. Auch die weitergehende Verletzung von Arbeits- und Sozialrechten wird in der neoliberal orientierten Gesellschaft zur systemischen Praxis, in der Unrecht stetig verrechtlicht wird. Die vom Arbeitssystem abhängigen Menschen: Arbeitnehmer, Arbeitslose oder Rentner und deren Familien, also die Mehrheit der Bevölkerung, gelten nicht als gleichberechtigte Bürger. Sie werden von Staat, Unternehmen, Parteien und Medien als zweitklassig, ja überflüssig behandelt. Die Formen von Arbeitsunrecht sind dabei vielfältig: „Gelbe“ Gewerkschaften, Verhinderung von Betriebsratsgründungen, Verdachtskündigungen, Zeitdiebstahl, fortgesetzte Leiharbeit, unbezahlte „Praktika“, heimliche überwachung, Missbrauch von Ein-Euro-Jobbern zu kommerziellen Zwecken, Mobbing, diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Mit der Krise des Neoliberalismus und der exzessiven Vergabe staatlicher Mittel zur Rettung dubioser Banken droht zudem die Verschärfung von Arbeitsunrecht. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass Keime des Widerstands und Alternativen sich zu einer nationalen und internationalen Gegenbewegung entwickeln. AutorInnen aus Gewerkschaften, Wissenschaft und Initiativen legen zum ersten Mal eine umfassende Bestandsaufnahme vor.

Zu seinen Büchern zählen:

  • Privatisierung in Deutschland
  • Colonia Corrupta
  • Der Bankier
  • Heuschrecken im öffentlichen Raum
  • Public Private Partnership
  • Arbeitsunrecht. Anklagen und Alternativen