Internationaler Frauentag mit Nadja Bennewitz
Am Samstag, den 7. März, um 19 Uhr spricht die Historikerin und Frauenforscherin Nadja Bennewitz im Hofbergsaal über Frauen, die die jüngere Geschichte unseres Landes und unsere heutige Gesellschaft wesentlich geprägt haben. Mit dem Abend wollen wir Frauen Mut machen, für ihre Rechte einzutreten, denn vieles ist noch nicht erreicht.
Der Internationale Frauentag, der am 8. März gefeiert wird, entstand vor dem 1. Weltkrieg im Kampf um das Wahlrecht für Frauen, ihre Gleichberechtigung und sozialen Rechte. In der NS-Zeit verboten, erklärte die UNO ihn zum „Tag für die Rechte der Frau und des Weltfriedens“. Im Mittelpunkt des Vortrags von Nadja Bennewitz stehen Frauen, die in der Öffentlichkeit mutig das Wort ergriffen und für soziale Gerechtigkeit, politische Mitsprache, Frieden, gegen Krieg und männliche Vorherrschaft gekämpft haben, auch wenn sie dadurch oft mit Repressionen rechnen mussten. Zu ihnen gehört beispielsweise Luise Zietz, die sich für die Einführung des Achtstundentages, Mutterschutz und das Verbot der Kinderarbeit engagierte und als erste Frau in einen Parteivorstand gewählt wurde. Zu ihnen gehört auch die Pazifistin Bertha von Suttner, die als erste Frau den Friedensnobelpreis erhielt, sowie die Juristin Martha Seibert, die dafür sorgte, daß die Gleichberechtigung in den Grundrechtekatalog unseres Grundgesetzes aufgenommen wurde. Viele andere. Ausschnitte aus ihren Reden werden auf alten Tonaufnahmen zu hören sein.
Nadja Bennewitz wuchs in Mailand und Erlangen auf. Sie studierte Geschichte und italoromanische Philologie an der Friedrich-Alexander-Universität und arbeitet seit 2007 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte in Nürnberg. Sie erhielt den Frauenpreis der Stadt Nürnberg und den Argula-von-Grumbach-Preis der Evangelischen Landeskirche in Bayern.
Referentin: Nadja Bennewitz
Termin: 7.3.2026 19.00 Uhr
Veranstaltungsort:
Hofbergsaal
Hofberg 7
85276 Pfaffenhofen / Ilm
Eintritt:
Frei, um Spenden wird gebeten.
